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Gwilym Simcock – Blues Vignette

CD 19. Oktober 2009 - 13:40 UHR 0 Kommentare

Gwilym Simcock Blues VignetteAus der Masse an Jazz Alben, welche erscheinen, stechen immer wieder einige ganz besonders hervor. Der Pianist Gwilym Simcock mag für viele wohl noch unbekannt sein. Mit seinem Debutalbum „Preception“ sorgte er für aufsehen. Und nun, nach zwei Jahren, legt der 28-jährige Pianist ein Doppelabum vor, welches sicherlich ebenfalls für viel Gesprächsstoff sorgen wird.

Ein Doppelalbum welches von einem äusserst talentierten Musiker zeugt. Die erste CD beginnt mit Gwilym Simcock als Solist am Piano. Schon hier wird einem schnell einmal bewusst, hier erwartet den Zuhörer noch so einiges. Die acht Songs, welche Gwilym Simcock alleine spielt, stellen eine Sammlung seiner Kompositionen sowie Improvisationen dar. Mal kommt die Musik wie aus einem Guss und wird dann durch gewisse Elemente geformt und nimmt immer wie mehr Gestalt an. Es ist eine Mischung aus Klassik und Jazz, doch es ist noch viel mehr. Durch die Improvisationen von Gwilym Simcock, wird das ganze erweitert und vertieft. Es ist wie eine Geschichte, die Spannung und Entspannung zu bieten hat.

Wenn du jung bist, denkst du, dass die technische Meisterschaft über dein Instrument zu erringen das Wichtigste ist. Dann merkst du, dass es nur funktionieren kann, wenn du die richtige Einstellung findest und du deine Inspiration in deine Arbeit einfliessen lässt. Kurz gesagt, du beginnst zu realisieren, dass es nicht darauf ankommt wie gut du spielst, oder wie auch immer du denkst, dass du selber spielst, sondern dass vielmehr die Aufarbeitung und die Ideen der Anderen den Nervenkitzel erzeugen. Das macht die Spannung und Herausforderung in diesem Genre der improvisierten Musik aus. Gwilym Simcock

Auf der Solo-CD findet man zudem auch eine Suite (Part 1 – Kinship & Part 2 Homeward), geschrieben für Cello und Piano. Die junge Cellistin Cara Berridge, beweist, dass klassische Musiker auch aufgeschlossen sein können, gegenüber jeglicher Musik. Und so ist auch diese Suite ein grandioses Zusammenspiel zweier sensibler Musiker. Und auch hier findet die Improvisationen Ihren Platz.

Dazu Gwilym Simcock:

Es kann die Frage gestellt werden, wie diese beiden, eher „klassischen“ Stücke der Suite für Cello und Piano, auf ein Doppel-Album mit, im wesentlichen, „Jazz-Musik“ passen. Doch ich sehe es so, dass dieser Teil durchkomponierter Musik, gemischt mit Improvisationen, mir einfach am Herzen liegt und meiner eigenen musikalischen Identität entspricht.

Die zweite CD, dieses Doppelalbums, beinhaltet acht Songs des Gwilym Simcock Trio’s, mit den Musikern Yuri Goloubew am Kontrabass sowie James Maddren am Schlagzeug. Die Kommunikation der Musiker untereinander beschreibt Gwilym Simcock als perfekt. Und gerade diese Kommunikation sticht deutlich heraus, sei es in den Kompositionen oder bei den Improvisationen. Vom Kontrabassisten Yuri Goloubev hört man auch Klänge, die einem das Gefühl geben würden, dass gerade die gestrichenen Parts, Klänge eines Cellos oder sonstigen Saiteninstrumentes seien. Doch es sind wirklich die Klänge vom Kontrabass. So ist auch Schlagzeuger James Maddren hier schon fast mehr als nur ein Rhythmiker. Melodiös und mit viel Freiraum für das Piano, agiert James Maddren hinter dem Schlagzeug. Ein Schlagzeuger, welcher verstanden hat, für die Musik zu spielen und die Musik nicht zu erdrücken.

Mit „Blues Vignette“ ist dem Pianisten Gwilym Simcock ein Album gelungen, welches sich nicht einfach in eine Schublade, Jazz oder Klassik, stecken lässt. Doch am besten hört man sich das ganze selber an und lässt das ganze wirken. Man wird auf alle Fälle nicht enttäuscht mit diesem Album. Denn dieser Musiker überzeugt auf seinem Instrument wie auch als Komponist.

Erscheinen wird das Album am 16. November 2009 bei Basho Records. Wer in das Album schon jetzt reinhören möchte, kann dies hier tun.

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