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jazzdrummerworld Randnotizen 23. Februar 2010 - 19:57 UHR - 3 Kommentare

Musiker und Drogen

Musiker und Drogen

Musiker haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Der Beruf Musiker ist kaum anerkannt und wird immer wieder belächelt, sei es in der Schweiz oder anderen, vor allem europäischen, Ländern. Was man nicht alles an den Kopf geworfen bekommt als Musiker. Ja man wird samt allen anderen Musikern oft in den gleichen Topf geworfen. Musiker welche nie Geld haben, immer nur Probleme haben, und das gerade mit Drogen. Umso erstaunlicher war es, als vor einigen Tagen in einer Zeitung folgendes zu lesen war.

95 Prozent der Musiker nehmen keine Drogen mehr.

Endlich einmal etwas positives. Mit dieser Aussage wird nun mit einem Vorurteil gegenüber Musiker aufgeräumt. Doch ist dem wirklich so? Hat wirklich nur noch solch ein kleiner Teil von Musikern mit Drogen ein Problem?

Betrachtet man die Jazzszene von früher, hat man dort genug Beispiele von Musikern welche früher wirklich massive Drogen Probleme hatten. So waren viele stark Heroin abhängig und viele Jazzmusiker mussten den Preis dafür auch zahlen. Viele starben jung und gingen an den Drogen zugrunde. So ein Miles Davis, Charlie Parker, Bill Evans oder auch ein Chet Baker um nur einige zu nennen.

Und heute? Schwierig zu glauben, dass lediglich noch fünf Prozent ein Problem mit Drogen haben. Und es gibt heute noch genug Beispiele von Musikern, aus der Pop-, Rock- oder auch Jazzszene, welche massive Drogen Probleme haben. Diese Aussage beschäftigt auch andere, wie man hier lesen kann.

Ihre Meinung zu diesem Thema interessiert uns. Was halten Sie von dieser Aussage? Benutzen Sie die Kommentarfunktion und geben Sie Ihre Meinung dazu ab.

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3 Kommentare
  1. 23. Februar 2010 um 20:56:34 - Kommentar zitierenReply to this comment
    1

    Ich bin der Erste!

    Meine Meinung ist ganz klar und einfach: der Beruf “Musiker” ist aus meiner Sicht ein seriöser und ernst zu nehmender Job wie alle anderen auch. Die Zeiten von “Sex, Drugs & Rock’n'Roll” sind halt einfach wirklich vorbei!

    Ich erlebe das in meinem Musiker-Alltag selber: am angenehmsten ist es, wenn ich mit Musikern zusammenarbeiten kann, die einen klaren Kopf haben und wissen, was sie zu tun haben und wann sie wo sein müssen. Alles andere stemple ich klar als “unseriös” ab.

    Meine Droge ist die Musik. Andere Drogen brauche ich nicht.

  2. 24. Februar 2010 um 12:57:47 - Kommentar zitierenReply to this comment
    2

    Diese verkürtzten Sichtweisen passieren immer wieder. Wenn wenige sich damit das Leben zerstören, schaffen sie es durch ihre Medienpräsenz, dass “man” das Gefühl hätte, Drogen und Musik gehören zusammen.
    Seriöses Schaffen braucht einen klaren Kopf, auf die Länge ist sicher ein drogenorientiertes Musikerdasein kritisch und nicht sehr nachhaltig. Dass dieses Milieu jedoch anfälliger ist als andere Szenen, dessen muss man sich halt auch bewusst sein.

  3. 12. März 2010 um 19:14:04 - Kommentar zitierenReply to this comment
    3

    Also ich denke es gibt unter den Musikern soviele Drogenkonsumenten wie in jedem anderen Beruf auch. Ärzte sind besonders häufig drogenabhängig. Sie habens ja auch nicht weit bis zum Giftschrank.

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