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keep the beat Schlagzeugschule

Interviews 27. Januar 2010 - 19:35 UHR 0 Kommentare
Schlagzeugschulen gibt es genügend und einige heben sich auch noch von der breiten Masse ab. Solch eine Schlagzeugschule hat der Live- und Studiodrummer Sascha Jäggi in Thun. Eine Top modern eingerichtete Schule, wo man einfach gerne hingeht und wo das Lernen einfach nur Spass macht. Gutes Equipment, angenehme Atmosphäre, fern ab von einem dunklen Übungskeller. Das und noch viel mehr bietet die Schlagzeugschule „keep the beat“. Darüber hinaus wird die Schule von einem motivierten und äusserst sympathischen Lehrer geführt. Als Schüler kommt man hier schnell in den Genuss, vom richtigen Schlagzeuger Leben, was man wissen muss und worauf es ankommt. Ein Interview mit Sascha Jäggi, soll hier mehr über diese Schlagzeugschule in Thun (Schweiz) verraten.

Keep The Beat

JDW: Wie ist deine Schlagzeugschule „keep the beat“ entstanden und was hat dich inspiriert eine eigene Schlagzeugschule zu gründen?

Sascha Jäggi: Ich hatte Ende 1999 mit einer Schweizer Band einen mehrmonatigen Job in Bangkok (Thailand). Als ich wieder zurück in der Schweiz war, wollte ich unbedingt von der Musik leben können und hängte meinen damaligen Job (bei einer Bank…) an den Nagel. Eher zufällig bekam ich eine Anfrage von einem befreundeten Schlagzeuger, ob ich nicht drei oder vier seiner Schüler unterrichten wolle. Ich überlegte nicht lange und sagte zu.

Ursprünglich kam ich also eher aus „Überlebenswillen“ zum Unterrichten. Ich merkte aber bald, dass mir meine neue Beschäftigung viel Spass macht und dass ich selber dabei auch noch etwas lernen kann. Dass ich meinen Schülern weiterhelfen und sie unterstützen kann, indem ich mein Wissen an sie weitergebe, hat mich von Anfang an sehr motiviert. Es war für mich eine Situation, die beiden Seiten nur Vorteile bringt: ich helfe meinen Schülern, und ich lerne dabei selber ständig weiter, indem ich mein Fachgebiet genau analysieren und erklären muss.

Keep The Beat

JDW: Was für ein Konzept verfolgst du mit deiner Schule?

SJ: Ich biete einen Unterricht an, der voll und ganz auf den einzelnen Schüler abgestimmt ist. Das heisst, ich will dem Schüler genau das bieten, was ihn weiterbringt. Wenn ein Schüler keine Latin-Grooves lernen möchte, soll er das auch nicht müssen! Möchte ein Schüler ausschliesslich Doublebass-Übungen spielen, schreibe ich ihm gerne seitenweise Doublebass-Übungen auf, die seinen Bedürfnissen entsprechen.

Bei Anfängern und vor allem bei den Kids ist es mir wichtig, dass an erste Stelle das „Musik-Machen“ steht. Bei keep the beat lernt kein Anfänger zuerst ausschliesslich Rudiments. Ich lege vor allem in den ersten 5 bis 6 Lektionen grossen Wert auf Musikalität. Das heisst, ich spiele mit den Anfängern gleich von Anfang an zu Playalong-Tracks. Der Schüler begleitet die Band auf CD mit ganz einfachen Grooves oder nur mit Bassdrum/Snare. Dabei geht es darum, dass gleich von Beginn weg das Gehör mit einbezogen wird.

Keep The Beat

JDW: Wo siehst du den Vorteil einer Privaten Schlagzeugschule zu den staatlichen Musikschulen?

SJ: Ein klarer Vorteil ist von mir aus gesehen klar der Bezug zur Praxis!

Das heisst: ich bin Musiker, ich bin Schlagzeuger. Ich lebe genau das, was ich unterrichte! Ich bin kein Lehrer der nebenbei noch Musik macht, ich bin ein Musiker der unterrichtet. Das mag vielleicht ein bisschen simpel oder komisch klingen, ich glaube aber, dass sich diese Einstellung auf den Schüler überträgt und den Lernprozess positiv beeinflusst.

In meinem Fall heisst das, dass ich neben meinem Schülerpensum über 50 Konzerte im Jahr spiele, für diverse Studiojobs gebucht werde und selber in unserem Studio in Bern Bands produziere. Die Erfahrungen, die ich so sammeln kann, kann ich 1 zu 1 an meine Schüler weitergeben. So bin ich ziemlich nahe „am Puls“ und kann gut einschätzen, was im Unterricht gefragt sein könnte oder welcher Stil, welcher Drummer, welche Band bei den Kids gerade angesagt ist.

Ich denke, dass ein Musiklehrer, der fest an einer staatlichen Schule angestellt ist, nicht die nötige Flexibilität hat, neben dem Unterricht diese Erfahrungen ausserhalb des Unterrichtsraumes zu sammeln.

Keep The Beat

JDW: Was bedeutet für dich persönlich das Unterrichten?

SJ: Für mich hat das Unterrichten zwei Seiten:

1. Es macht mir Spass, mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben zu können. Wenn ich sehe, wie ein Schüler dabei sein Spiel verbessert oder bei jemandem plötzlich „z’Zwängzi abegheit“, macht mich das sehr glücklich.

2. Natürlich unterrichte ich nicht nur aus Spass, sondern auch um damit mein Geld zu verdienen. keep the beat ist zu einer Maschine angewachsen, bei der Fixkosten laufen und hie und da etwas ersetzt oder repariert werden muss. Und da ich grossen Wert auf einwandfreie Unterrichtsbedingungen lege, ist dies recht kostenintensiv. Kurz gesagt: es geht auch darum, dass die Zahlen stimmen.

Bei diesen zwei Punkten ist mir jedoch die Reihenfolge extrem wichtig! Wenn ich als erstes Geld verdienen möchte, wäre ich bei der Bank geblieben! :-)

Keep The Beat

JDW: Wo bist du als Schlagzeuger aktiv?

SJ: Was das „Live-Spielen“ angeht, widme ich mit seit Anfang 2008 ausschliesslich meinem Herzblut-Projekt, dem Blues-Trio „Bluesballs“, welches seit 2004 besteht. Mit dieser Band spiele ich ca. 50 Konzerte im Jahr. Ausserdem führe ich mit dem Bassisten von Bluesballs, Thomas „Elsi“ Elsasser, in Bern ein kleines aber feines Studio namens „Balls Productions“.

Sascha Jaeggi

Herzlichen Dank für dieses angenehme Interview und danke das wir einen Einblick in deine Schlagzeugschule bekommen haben. Viel Erfolg als Lehrer sowie Musiker wünscht dir jazzdrummerworld!

Weitere Informationen und Anmeldung zu einer Probelektion findet man unter keepthebeat.ch.

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