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Interview Kim Thompson

Interviews 18. Juni 2010 - 11:37 UHR 0 Kommentare
Kimberly (Kim) Thompson arbeitet unter anderem mit Künstlern wie Beyonce, Mike Stern, Kenny Barron und viele anderen namhaften Künstlern. Als Drummerin setzt sie sicherlich so einige männliche Kollegen in den Schatten. Auf der Bühne liefert sie eine grandiose Performance ab. Wir sprachen mit der sympathischen Drummerin über Ihre Projekte, über das Album von Tia Fuller, wo sie hinter den Drums sass und über sonstige Themen, rund um das Musikbusiness und anderes.

Kim Thompson

JDW: In welchen Projekten bist Du derzeit involviert?

Kim Thompson: Ich arbeite für Beyonce Knowles, Kenny Barron, Mike Stern, Wallace Roney und Tia Fuller, sowie derzeit an meinem eigenen Album.

JDW: Du spielst in Beyoncés Band Schlagzeug. Auf YouTube gibt es diese Beyonces “Frauenband” [Anm.: Alle Bandmitglieder sind weiblich]. (YouTube Video anschauen Teil 1 und Teil 2) Kannst Du mir zu diesem Projekt etwas mehr erzählen?

KT: Es fanden Auditions statt, als Tia (Fuller) und ich gerade Aufnahmen für ihr zweites Album „Healing Space“ genau gegenüber den damals dort befindlichen Sony Studios machten. Die Auditions dauerten etwa eine Woche und in der darauffolgenden Woche wussten wir bereits, wer Mitglied des Ensembles sein würde.


JDW: Haben es weibliche Drummer schwerer? Erlebst Du das persönlich so?

KT: Je älter ich werde und umso mehr Menschen ich begegne, umso klarer wird mir, dass es schwierig werden kann, wenn man keine Umgebung vorfindet, die die erforderliche Unterstützung bietet. Mit der Zeit lösen sich diese aber auf.

Manchmal ist es immer noch wie ein Traum. Ich hatte das grosse Glück, mich an einigen ausgenommen magischen Orten, auf überragenden Bühnen zu finden und mit einflussreichen, zeitgenössischen Meistern ihres Fachs zu arbeiten, wie Kenny Barron, Terri Lyne Carrington, Wallace Roney, Mike Stern, Beyonce oder Run DMC. Ich bin auch überaus dankbar für meinen Abschluß in Jazz Performance und Lehre an der Manhattan School of Music. All das erfordert Flexibilität, harte Arbeit und den Glauben an sich selbst.

Kim Thompson

JDW: Du spielst auf dem Album “Tia Fuller – Decisive Steps” Schlagzeug. Ich finde, Du leistest da wundervolle Arbeit. Was kannst Du uns über dieses Projekt erzählen?

KT: Eigentlich erklärt sich diese Zusammenarbeit schon im Titel: „Decisive Steps“ steht wortwörtlich dafür, geeignete Maßnahmen zu ergreifen und sich in eine positive Richtung zu entwickeln. In jedem Arrangement stecken Vitalität und Durchsetzungskraft, was für eine lebendige und junge Wirkung sorgt, die das Album für den Hörer hoffentlich aufregend macht. Alle Stücke des Albums folgen konsequent dieser Vorstellung.

JDW: Gab es in Deinem Leben als Musikerin einen besonderen Augenblick, der Dich verändert hat?

KT: Das passiert eigentlich fortwährend, mein Leben entwickelt sich beständig weiter. Mir waren unglaubliche Erfahrungen vergönnt, manchmal mehrere gleichzeitig. Da ist zum Beispiel mein erster Auftritt mit dem Jazz-Saxophonisten Bobby Watson. Er war eine Art Pförtner am Eingang zu meiner Karriere.

Dann mein erster Gig mit Jazzpianist Kenny Barron, mit dem wir in Cuba debütierten. Ich war zu der Zeit an der Manhattan School of Music und mein Reisepass war abhanden gekommen. Also musste ich ihn über Nacht schnell neu beantragen. Ich reiste praktisch ohne Bargeld von New York nach Cuba, da mir ein Student den Betrag an Tagesspesen aus dem Klavierübungsraum gestohlen hatte. Es war das reinste Chaos, aber ich kam irgendwie hin und der Auftritt war legendär! Kenny Barron und Rufus Reid nahmen mich wie ihre Tochter auf. Es war ein wahres Abenteuer und natürlich hat auch der Zutritt zu Beyoncés Welt meine Wahrnehmung und Vorstellungen von der Zukunft der Musik und der Kunst verändert.

Ich bin jetzt an einem Punkt in meiner Karriere angelangt, an dem sich all die Ausbildung, harte Arbeit und Flexibilität zugunsten eines geschärften Sinns für bewusstes Lernen bezahlt machen. Ich finde es sehr aufregend zu beobachten, in welche Richtung sich mit Hilfe all dieser Erfahrungen meine Ideale im Universum manifestieren.

Kim Thompson

JDW: Wie bist Du eigentlich zum Schlagzeugspielen gekommen?

KT: Mein Nachbar in St. Louis hat immer auf der vorderen Veranda geübt. Schon als kleines Mädchen zogen mich Klänge unwiderstehlich an und ich hatte auch einen geschärften Sinn für Farben. Im Sommer spielten wir immer zusammen. Ich war neun Jahre alt und übte das rhythmische Snare- und Bassdrum-Wechselspiel. Auch nach Jahren noch, als wir bereits umgezogen waren, baute ich täglich Bücher, Töpfe und Pfannen zu einem Schlagzeug zusammen, wenn der Schuldirektor von der Arbeit heimkam. Schließlich bekam ich zu meinem dreizehnten Geburtstag mein erstes richtiges Schlagzeug – das war einer der schönsten Tage meiner Kindheit und definitiv einer der schönsten Tage meines Lebens.

JDW: Was hältst Du vom Musikbusiness heute?

KT: Es bedarf mehr schützender Abgrenzung. Etablierte und erfahrene Künstler sollten sich der Jugend mit Beschützerinstinkt, Wissen, Akzeptanz, richtungweisender Ratschläge und Mitgefühl annehmen. Das Prinzip „Liebe, Menschlichkeit und Harmonie“ sollte umfassenderen Ausdruck in der kreativen Arbeit finden – fast wie eine Art Medizin für das Leben. Dieser Idee folgend, kann die Seele ihren Frieden finden und heilen.

JDW: Welche Ziele hast Du – planst Du eigene Projekte?

KT: Unter meinem Label KTMUSIC kommt demnächst mein eigenes Album heraus. Es wird eine Auswahl von Erzählungen zu meinen Reisen als Musikerin und meiner Lebenserfahrungen in Filmen, digitalen Medien, Photographie und Musik enthalten.

JDW: Welche Schlagzeuger haben Dich beeinflusst?

KT: Es werden täglich mehr. Ganz sicher alle weiblichen Drummer seit Anbeginn. Hathor aus Ägypten, Isis usw. Oder Terri Lyne Carrington in der heutigen Zeit, Ben Riley, Al Foster, Michael Carvin, Jeff Tain Watts, Nasheet Watts und viele mehr.

JDW: Welche abschliessenden Worte möchstest Du Schlagzeugern mitgeben?

KT: Alle die Musik lieben, sollten sich bewusst fühlend der Vielfalt an Klangfarben im Sound öffnen.

© Copyright Photos by Kim Thompson

Weiterführende Links
– Kim Thompson bei MySpace
– Kim Thompson bei drummerworld.com
– Kim Thompson bei Twitter folgen.

English Version

JDW: Which projects are currently you involved with?

Kim Thompson: Beyonce Knowles, Kenny Barron, Mike Stern, Wallace Roney, & Tia Fuller, & currently working on my own album.

JDW: You play the drums in Beyonce’s Band! How did that come about and i found Beyoncé’s „Female Band“ on YouTube. That is a great project. Can you tell me a little bit about it?

KT: WE had auditions and actually Tia & I were recording her 2nd LP Healing Space just on the other side of what was Sony Studios at the time. I think there was a week of audition and we knew by the following week who was a part of the ensemble.

JDW: Is it harder for female drummers being in the business? Are you experiencing this yourself?

KT: Sometimes I still pinch myself. I’ve been so blessed to be placed in some of the most magical locations, stellar stages , & influential masters of our lifetime Kenny Barron, Terri Lyne Carrington, Wallace Roney, Mike Stern, Beyonce, Run DMC . I am very grateful to have my degree from Manhattan School of Music in Jazz Performance & education. All takes flexibility, hard work, and for you to believe in yourself.

As I become older meeting more people I realize that it can be difficult if you don’t have the right environment structure to provide the support that is necessary. With time these barriers will disintegrate.

JDW: You play drums on the album “Tia Fuller – Decisive Steps”. Let me say, thats wonderful drumming. What can you share about this project?

KT: The project speaks for itself. „Decisive Steps“ is just that; taking the appropriate steps and moving forward in a positive direction. There’s vitality & momentum in each arrangement which gives a vibrant & youthful exterior which makes I hope exciting for the listener. The album delivers preference consistently.

JDW: Was there a certain defining or life-altering moment in your life as a musician? If so, can you elaborate on that a bit?

KT: This happens every moment of my life, it continues to evolve. I’ve had incredible experiences sometimes several at a time…My first performance with Jazz saxophonist Bobby Watson. I suppose he was the gate keeper into the portal of my career.

My first gig with Jazz pianist Kenny Barron we debuted in Cuba. I was attending Manhattan School of Music and my passport was missing so I had to rush a re-order overnight. I traveled from NY to Cuba with barely any money in my pocket, one of the students stole my per diem from my piano room it was a mess but I made it and our show was legendary. Kenny Barron & Rufus Reid took me in as their daughter. It was an adventure, and of course my entry into Beyonce’s world has definitely changed my perceptions and ideals on the future of music and fine arts.

At this stage all of the training, hard work, flexibility has elevated my sense of higher learning. With all the tools I am pretty excited on directions my ideals will manifest into the universe.

JDW: How did you get into playing drums?

KT: My neighbor in St. Louis used to practice on the front porch. As a little girl I was already extremely attracted to sound and acutely attentive to colors. During the summer days we would get together and play. I was 9 yrs. old practicing snare and bass drum cadences. A couple of years went by, we moved and I still continued to set up the entire collection of books, pots, & pans everyday when the principal would come home from work. Finally my 13th birthday I received my first drumset ~ One of the best days in my childhood and definitely in my life.

JDW: What are your thoughts on the shape and situation the music industry is in today?

KT: There’s a need for more wing barriers – for the established or wise to embrace the youth with protection, knowledge, exceptance, guidance, & compassion. I think the „LOVE, HUMANITY,& HARMONY,“ needs to be expressed more creatively and overwhelmingly like life medicine. IT’s that in which the soul heals in peace.

JDW: What goals have you set for yourself? Are there any plans for projects of your own?

KT: I have my own album coming soon with a variation of tales from my travels and life experiences under KTMUSIC inclusive of film, media, photography & music.

JDW: Who else were your role models on the drums?

KT: I must say that I am discovering more everyday. Definitely all the great female drummers from the beginning of time. Hathor from Egypt , Isis, etc, today’s time Terri Lyne Carrington, Ben Riley, Al Foster, Micheal Carvin , Jeff Tain Watts, Nasheet Watts etc…

JDW: What concluding words do you have for drummers?

KT: All music lovers to show more compassion to the variety of color in sound.

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