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Interview Heiko Jung

Interviews 11. Mai 2009 - 08:47 UHR 1 Kommentar
Der Dresdner Heiko Jung ist einer der vielseitigsten und gefragtesten Schlagzeuger Mitteldeutschlands. Am Rande eines Jazzgigs mit dem „Matthias Bätzel Trio“ sprach Heiko im Interview mit jazzdrummerworld nicht nur über seine Mitwirkung an der kürzlich erschienenen CD des Jazzgitarristen Lorenzo Frizzera, sondern auch über seinen Werdegang als Musiker.

heikojung

JDW: Heiko, vor kurzem erschien die CD “Everything Can Change“ des Lorenzo Frizzera Trio`s, auf der auch Joey DeFrancesco auf einigen Tracks mitgewirkt hat. Wo und wie entstanden diese Aufnahmen?

Heiko Jung: Wir haben die CD im vergangenen Sommer in einem sehr schönen kleinen Studio im bayrischen Obing eingespielt. Dort hat man sich auf die Aufnahme von Bands mit originalen Hammondorgeln wie der legendären „B3“ spezialisiert. Zu diesem Studio gehört auch das Label „Organic Music“, auf dem jetzt auch die Platte erschienen ist. Wir waren drei Tage vor Ort und haben aufgenommen. Mit Joey zu spielen war eine wahnsinns Erfahrung. Joey hat mit 17 Jahren bei Miles Davis gespielt und seitdem mit Giganten wie John McLaughlin, Elvin Jones, Dennis Chambers um nur einige zu nennen, da war meine Nervosität schon entsprechend groß. Die Aufnahmen verliefen dann aber total entspannt – das war einfach unglaublich.

JDW: Lorenzo ist in Italien beheimatet, du kommst aus Dresden. Wie kam es zu eurer Zusammenarbeit?

HJ: Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Das erste Mal habe Lorenzo im November 2006 getroffen. Damals spielten wir zusammen mit befreundeten Musikern ein paar Konzerte in Deutschland. Eine ziemlich abgefahrene Besetzung war das damals: zwei Hammondorgeln, zwei Gitarren und zwei Schlagzeuge. Dann hörte ich eine Weile nichts von ihm. Im Frühjahr 2007 fragte Lorenzo an, ob ich mir vorstellen könnte, eine CD in einer Triobesetzung zu machen und ob ich womöglich noch einen passenden Bassisten wüsste. Von der Idee war ich natürlich total begeistert. Daraufhin hat Lorenzo bis zum Jahresende die Stücke geschrieben, die jetzt auf der CD zu hören sind.

JDW: Schreibst du selbst Musik? Wird es vielleicht sogar einmal eine CD unter deinem eigenen Namen geben?

HJ: In diese Richtung gibt es bis jetzt keinerlei Pläne. Ich habe Komposition nicht studiert und würde mich daher auch nie als Komponisten bezeichnen wollen. Ab und an habe ich schon ein paar Ideen für Stücke, kleine Riffs, eine Basslinie oder ein paar Akkorde, die ich dann auch aufschreibe. Daraus ist bis jetzt aber noch nichts Konkretes geworden.

heikojung

JDW: Du hast klassisches Schlagzeug und Pauken studiert, heute wirst du von Musikerkollegen als vielseitiger Drummer geschätzt. Deine Ausbildung ist klassisch, deine Arbeit jedoch eher in den Bereichen Jazz/Rock/Pop angesiedelt – wie kommt das?

HJ: Mein Studium habe ich 1988, also noch vor der Wende, an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ im Weimar aufgenommen. Damals stand für mich fest, dass ich Set spielen will. Die Intention, Orchesterschlagzeuger zu werden, hatte ich dabei nie. Den mit den heutigen Jazz/Rock/Pop-Hochschulausbildungen verwandten Studiengang „Tanz- und Unterhaltungsmusik“ konnte man jedoch nicht ohne weiteres besuchen, es gab einige Hürden. Allerdings bestand die Möglichkeit, über ein Vorbereitungsjahr direkt nach dem Schulabschluss eine klassische Ausbildung zu absolvieren. Und ich war so heiß darauf loszulegen, dass ich diesen kürzestmöglichen Weg gewählt habe und 1993 meinen Abschluss hatte. Drumset habe ich während des Studiums lediglich zwei Jahre lang im Nebenfach belegt. Um mich für das Setspiel fortzubilden, habe ich nach dem Studium Privatunterricht genommen und Workshops besucht. Und natürlich so viel in Bands und auch in Orchestern gespielt, wie es nur ging. Das ist ohnehin die beste Schule, man lernt unheimlich viel dazu. Mit welchem Feeling man zum Beispiel einen Shuffle spielt, kann einem selbst die beste Literatur nicht zeigen.

JDW: Zurück in die Gegenwart. Was hast du neben dem „Lorenzo Frizzera Trio“ noch für Projekte am laufen bzw. wo bist du überall aktiv?

HJ: Zum einen gibt es das „Matthias Bätzel Trio“ mit dem Namensgeber am Piano und Matthias Eichhorn am Kontrabass, der auch bei Lorenzos CD zu hören ist. Zudem spiele ich hin und wieder mit dem Erfurter Bluesgitarristen Jürgen Kerth, den ich schon sehr lange kenne. Ein weiteres Projekt, das mir sehr am Herzen liegt, ist das Powertrio „Little Sister“ aus Leipzig mit Werner Neumann an der Gitarre und Daniel Splitt am Bass und Gesang. Die Musik ist alternativ-rockig, die Songs absolut großartig. Dort bin ich für einen meiner ehemaligen Studenten reingerutscht, der aufgrund anderer Projekte keine Zeit mehr fand – danke Paul [Tetzlaff]! Ein echter Glücksgriff, da stimmt einfach alles – das ist die geilste Band der Welt! Noch zu erwähnen wäre die Ostrock-Klassik-Tour 2009, die ich im Sommer zum dritten Mal in Folge spielen werde und was immer tierisch Spass macht. Dann hab ich gerade eine CD mit Volker Braun und Andreas Buchmann mit Musik von Johann Sebastian Bach aufgenommen, allerdings super arrangiert für Piano Trio. Im August stehen dann Konzerte in Italien mit Lorenzo, Matze und Joey an!

heikojung

JDW: Das ist ja bunt gemischt…

HJ: Ja! Diese stilistische Abwechslung bereitet mir großen Spass. Ich mag es einfach, in meinen Kalender zu schauen und zu sehen, dass ich in einer Woche sowohl Jazz- als auch Rock- und Poptermine habe. Ich möchte mich ehrlich gesagt musikalisch auch nicht nur in eine Richtung bewegen. Sich stilistisch möglichst breit aufzustellen, erachte ich als wichtig. Das versuche ich auch meinen Studenten zu vermitteln.

JDW: Womit wir bei der nächsten Frage wären: Du unterrichtest seit fast zehn Jahren an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Was liegt dir bei der Ausbildung besonders am Herzen, bzw. was gibst du deinen Studenten mit auf den Weg?

HJ: Was ich nicht versuche ist, alle Studenten nach einem bestimmten festen Schema auszubilden. Natürlich müssen die Jungs bestimmte Dinge beherrschen, aber keinem wird der Kopf abgerissen, wenn er zum Beispiel auf Funk oder R’n B keinen Bock hat und nur Jazz spielen will. Auf jeden Fall ist es, wie ich bereits andeutete sehr wichtig, stilistisch vielseitig zu sein, um überhaupt als Musiker überleben zu können. Ich bemerke allerdings bei vielen der Studenten die Tendenz, sich zu stark auf eine musikalische Richtung festlegen zu wollen. Ich versuche ihnen neben den spielerischen Fähigkeiten, zu vermitteln, dass sie möglichst viele, unterschiedliche Musik kennen und lieben lernen sollten.

JDW: Und was ist, deiner persönlichen Erfahrung nach, noch wichtig, um als Berufsmusiker später überleben zu können?

HJ: Man sollte logischerweise sein Instrument beherrschen und sich ständig weiterentwickeln, wissen was man will – und noch wichtiger – was man nicht will. Obendrein schadet es auch nicht pünktlich zum Gig zu erscheinen und immer mal gute Laune zu verbreiten.

heikojung

JDW: Du bewegst dich vor allem im Raum Sachsen und Thüringen, bist viel im Osten Deutschlands unterwegs. Hat Jazzmusik deiner Meinung nach hier einen schwierigen Stand?

HJ: Ich glaube, Jazz hat hier keinen schwierigeren Stand als woanders in Deutschland auch. Es gibt immer Leute, die Jazz spielen und es gibt auch immer mehr vor allem Junge Leute, die eben diese Musik hören wollen. Im Vergleich zu anderen Musikrichtungen erreicht man in Jazzkonzerten natürlich sicher weniger Publikum und die Gigs bei denen man Jazz vor 15.000 Leuten spielt kann man wohl wirklich zu den absoluten Ausnahmen zählen, trotzdem und grade weil es im Land von Musikantenstadl und dem ganzen anderen unfassbaren Medien-Schrott so aussieht wie es eben aussieht sollte man da auch nicht locker lassen und versuchen, immer mehr Menschen zu Fans guter Musik zu machen!

JDW: Wer hat Dich während deines Studiums inspiriert? Und wer heute?

HJ: Die beiden ersten Drummer, die ich bewusst ausgecheckt habe, waren Steve Gadd und Billy Cobham. Zeitgleich dazu bekam ich eine 1964er Aufnahme von Miles [Davis] mit Tony [Williams], womit ich damals überhaupt nichts anfangen konnte. weil ich natürlich erstmal nix gecheckt hab´ von den unfassbaren Dingen die die Jungs da gespielt haben. Gadd und Cobham waren damals viel greifbarer für mich. Als ich mich wiederum mit diesen Drummern und deren Hintergrund beschäftigt habe, bin ich wieder auf Tony Williams, oder Elvin Jones, Philly Joe Jones und andere wichtige Musiker gestoßen, nicht nur Schlagzeuger. Aber auch jüngere Drummer wie Bill Stewart oder Eric Harland sind großartig, Brian Blade, Jeff „Tain“ Watts, Matt Wilson , Jeff Ballard , Chris Dave etc. Die Liste ist endlos! Ich glaube, dass jeder Mensch, den ich treffe, einen Einfluss auf mich ausübt, dass jeder Musiker, den ich höre, mein Spiel beeinflusst. Man kann von jedem etwas lernen – sei es auch nur, wie man bestimmte Dinge nicht macht.

JDW: Was für Equipment benutzt du für deine Jazzgigs?

HJ: Für die Trios kommt die klassische Variante mit einer 18“x14“ Bassdrum meines Premier Bopsets zum Einsatz. Dazu nehme ich entweder die zugehörigen Toms oder die meines Yamaha Maple Custom Sets in 12“x 8“ und 14“x14“. Unter Umständen wähle ich auch die 20“x14“ Bassdrum meines Yamaha Maple Custom Sets, das richtet sich nach der Besetzung. Als Snare kommen entweder ein 14“x6,5“ Yamaha Maple Custom / Vintage Woodhoops, eine 14“x5“ DW Collector oder eine 1956er 14“x6,5“ Slingerland Snare zum Einsatz, das kommt ganz darauf an, wie die Trommel in den Bandsound passt. Bei den Becken schöpfe ich bei den Jazzgigs aus einem Arsenal an dunkel klingenden Becken, die sich über die Jahre angesammelt haben, unter anderem: 14“ Zildjian K Custom Special Dry HiHat, 21″ Zildjian K Custom Special Dry Ride , 22″ Zildjian Complex Dry Ride, 21“ Istanbul Agop Mel Lewis Ride, 18“ UFIP Natural Crash, 18″ Bosphorus Antique Crash und ein 22“ Wuhan China. Für Rock- und Popmusik habe ich auch diverse Zildjian A Custom Cymbals, die sich besser durchsetzen sowie mein Sonor Delite Set mit 22″x17″ BD, 10″x 7,5″ & 12×8″ Toms, 14″x14″ und 16″x16″ Standtoms. Wichtig sind mir zuverlässige Instrumente, mit denen ich in den unterschiedlichen Stilen die ich spiele gut klinge.

JDW: Vielen Dank Heiko, dass du dir für jazzdrummerworld Zeit genommen hast. Für die Zukunft alles Gute und bis bald. (Das Interview führte Eric Weser)

Heiko Jung, Jahrgang 1971. Spielt seit dem 7. Lebensjahr Schlagzeug. Studierte klassiches Schlagzeug und Pauken. Workshops und Unterricht unter anderem bei Jeff Hamilton, Jeff Hirshfield, John Marshall, Jojo Mayer, Ed Soph, Gary Chaffee, Steve Smith und Ari Hoenig. Wohnt seit 1998 in Dresden und ist ein gefragter Musiker, der ständig mit den unterschiedlichsten Bands verschiedenster Stilistiken zu sehen und zu hören ist. Zu den Künstlern mit denen Heiko Jung spielt(e) gehören unter anderem Rhoda Scott, Alberto Marsico, Matthias Bätzel, Jiggs Whigham, Phillip van Endert, Thüringen Big Band, Misha Piatigorsky Trio, Veronika Fischer, Ulla Meinecke, Jocelyn B. Smith, Gustl Mayer, Stanley Blume, Gary Campbell, Wolfgang Schlüter, Sharrie Williams, Barbara Dennerlein, Tino Derado, Fanny Krug Band, Wolfgang Kähler, Paulo Morello, Silly, Sebastian Studnitzky, Reggie Moore , Joey DeFrancesco und viele andere. Seit 2000 unterrichtet er Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

English Version

Heiko Jung is one of the most versatile and in demand drummers in Middle Germany. In the interview with Jazzdrummeroworld prior to his gig with the „Matthias Bätzel Trio“ Heiko did not only talk about his participation in the most recent release of a trio lead by Italian jazz guitarist Lorenzo Frizzera but also about his career as a musician.

JDW: Heiko, quite recently the record “Everything can change“ of the Lorenzo Frizzera Trio, was released. Joey DeFrancesco contributed some organ on some tracks. Where and when did you record the CD?

Heiko Jung: We recorded this one in the summer of 2008 in a beautiful small studio in Obing, Bavaria. The folks there are specialised in recording Bands containing original Hammond organs, like the legendary model “B3”. Associated with studio is a record label which is called „ Organic Music“, where the record has been released as well. It took us three days to record the stuff. Playing with Joey was an incredible experience. Just the fact that he played with Miles Davis when he was 17 or other giants like John McLaughlin, Elvin Jones or Dennis Chambers made me really nervous. However, the sessions were totally relaxed – it was really exciting.

JDW: Lorenzo resides in Italy and you are from Dresden, Germany. How did this collaboration come up?

HJ: I have to elaborate on that one. The first time we met was when we had some gigs together in late 2006 with some friends in Germany. It was a maverick sort of line up with two Hammond organs, two Guitars and two Drums. After that, I didn’t hear anything from him. Eventually he sent me a request in spring of 2007 if I had interest in recording a trio CD with him and if I had a competent bass player to bring along. Of course I was delighted. Subsequently, Lorenzo composed the all the tunes which are on the CD until the end of the year.

JDW: Do you also write music? Will there be a record of your own some day?

HJ: Up to the present I never planned to do such thing. I didn’t study composition. Therefore I would never call myself a composer. Sure, every once in a while I come up with some ideas, small riffs or some chords that I note down. However, the ideas haven’t materialized yet.

JDW: You have studied classical drumset and timpani. Today you are cherished as versatile drummers by colleagues. Your education is classical, your work is located in the field of jazz/rock/pop – how did that happen?

HJ: My studies at the conservatoire in Weimar began in 1988. As you will notice, that was right before the turnaround. I was certain that I wanted to play the drumset and I never had the intention to become an orchestral drummer. In GDR times, a course of studies related to jazz/rock/pop courses on today’s conservatoires did exist. However, back in the days there were too many obstacles in my way and I wasn’t allowed to take those courses. Even so, there was this classical education I went into after a preparative year directly after graduating from school. I was so fired up for playing, that I took this way, which was obviously the quickest possible. Playing drumset had only been my minor subject for two years. Eventually I earned my degree in 1993. After that I took private lessons and attended workshops to improve myself. Playing in bands and orchestras was a huge part of my education as well. One learns a lot of thing by doing that, for sure. As for instance how you create a certain feel in a shuffle. Not even the best drum literature will show you how to do that.

JDW: Back to present. Could you pleas tell us about your projects besides the trio with Lorenzo Frizzera.

HJ: There is the “Matthias Bätzel Trio“ with the name giver on piano and double bass player Matthias Eichhorn whom you will also hear on the Frizzera Trio record. Every now and then I play with blues guitar legend Jürgen Kerth from Erfurt, whom I’ve known for almost two decades now. One project that is of great importance to me is a rock power trio from Leipzig called “Little Sister“ with Werner Neumann on guitars and Daniel Splitt on bass. I would describe the music as alternative rock and I really adore the song material. I subbed for a former student of mine – thanks Paul [Tetzlaff] – and finally I am so pleased to be in it because everything is so consistent in this band. For me, that is the most awesome band of the earth! Another thing I want to mention is the “Ostrock-Klassik-Tour 2009”, which I will play for the third time in a row. Together with Volker Braun and Andreas Buchmann I recorded a CD with the music of Johann Sebastian Bach, newly and terrifically arranged for piano. In summer, gigs with Lorenzo in Italy are to come.

JDW: That’s a lot of different stuff…

HJ: Yeah! And I like that stylistic mix a lot. When I have a look into my schedule I find it pleasurable to have it all in one week: rock as well as pop and jazz gigs. To be honest, I wouldn’t like to be stuck in one musical direction. I find it very important to be well-placed in a range of musical style. That is what I try to communicate to my students.

That leads us to the next question: You are a lecturer on the conservatoire “Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. What is relevant in the education of drummers nowadays and what advice do you give to your students?

HJ: Every single student is an individual which is why I try to focus on them individually. Of course they must be capable of basic thing, but they won’t get their head bitten off only because they only want to play only jazz and no funk or R’n B. Anyhow, as I tried to underline before, it is essential to be able to play a wide range of musical styles. However, I feel there is this tendency among students to confine to certain musical directions. That might be a mistake. In this respect my aim is to convey understanding for the variety and love for plenty of musical styles.

JDW: Besides that: What is, according to your personal experience, important to be able to survive as a professional musician nowadays?

HJ: One should of course be able to master the instrument. Making constant progress and being clear in one’s mind about what one wants – and of course: what one doesn’t want. Moreover, it isn’t too bad to be punctual at gigs and to radiate some joy every once in a while.

JDW: Your main working environment is Middle Germany, especially Saxony and Thuringia. Is it a rough territory for jazz music?

HJ: I think it is not very different from any other place in Germany. There are always folks who want to play jazz. Besides, there are loads of people who are interested in it, especially young people as I have recognized. In comparison to other musical styles a jazz concert will surely acquire less people. Jazz gigs with 15.000 spectators are an exception. Nevertheless and if only because this is the country of “Musikantenstadl” and all the rest of the inconceivable media scrap I think jazz musicians should stick to their guns and keep trying to make more people fans of good music!

JDW: Who inspired you during your studies? And who now?

HJ: The first two drummers I checked out consciously were Steve Gadd and Billy Cobham. At the same time I came into possession of a 1964 recording of Miles [Davis] with Tony [Williams]. Back then I could’nt deal with that stuff, because I did of course not realize how incredible the things they played were. Gadd and Cobham were a lot more tangible form e back then. As I digged down into their backgrounds I came across Tony Williams again or other important greats like Elvin Jones, Papa Joe Jones and also other musicians, not only drummers. However, drummers of the younger generation impress me a lot, for instance Jeff “Tain” Watts, Matt Wilson, Jeff Ballard, Chris Dave or others. The list is endless! Actuelly I believe that ever person I meet, does have an influence on me, that every musician I listen to, influences my plaing. My credo is that one can learn something from everyone – and even if it is, how to not do something.

JDW: Finally the inevitable question: What sort of equipment do you use and why?

For trio gigs I use the classic bop kickdrum of my Premier bop kit in 18“x14“. To this, I either use the matching toms or those of my Yamaha Maple Custom kit in 12“x 8“ und 14“x14“. Dependent on the musical setting, the 20“x14“ kickdrum of the Yamaha Maple Custom kit might be used. Concerning my snare drum I have the choice between a 14“x6,5“ model Yamaha Maple Custom with Vintage Woodhoops, a 14“x5“ DW Collectors and a 14“x6,5“ Slingerland from 1956. Which one is used depends as well on the musical situation. When it comes to cymbals I have the choice between a row of dark sounding models which I collected over the years: 14“ Zildjian K Custom Special Dry HiHat, 21″ Zildjian K Custom Special Dry Ride , 22″ Zildjian Complex Dry Ride, 21“ Istanbul Agop Mel Lewis Ride, 18“ UFIP Natural Crash, 18″ Bosphorus Antique Crash and a 22“ Wuhan China. For rock and pop music I use Zildjian A Custom cymbals because they cut through a lot better. Fot such context is use my Sonor Delite kit with 22″x17″ kickdrum, 10″x 7.5″ and 12×8″ toms, 14″x14″ and 16″x16″ floortoms. Reliability and the fact that I sound well in the variety of styles that I play are important factors when I choose my instruments.

JDW: Thanks a lot for taking the time for us to make this interview possible. All the best! See you soon.

Heiko Jung, born 1971. Has been playing drums since his 7th year of age. Studied classical drumset and timpani. Workshops und lessons among others with Jeff Hamilton, Jeff Hirshfield, John Marshall, Jojo Mayer, Ed Soph, Gary Chaffee, Steve Smith und Ari Hoenig. Resides in Dresden since 1998 and is a popular musician, who is to be hear with different bands in various styles. Artists that he plays and played with: Rhoda Scott, Alberto Marsico, Matthias Bätzel, Jiggs Whigham, Phillip van Endert, Thüringen Big Band, Misha Piatigorsky Trio, Veronika Fischer, Ulla Meinecke, Jocelyn B. Smith, Gustl Mayer, Stanley Blume, Gary Campbell, Wolfgang Schlüter, Sharrie Williams, Barbara Dennerlein, Tino Derado, Fanny Krug Band, Wolfgang Kähler, Paulo Morello, Silly, Sebastian Studnitzky, Reggie Moore , Joey DeFrancesco und viele andere. Since 2000 Heiko has been teaching at the “Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

1 Kommentare

  1. Chris
    19. Mai 2009 um 23:46 - Kommentar zitierenReply to this comment
    1

    SUPER TYP! UNBEDINGT LIVE ANSEHEN! KILLER…

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