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Interview Florian Alexandru-Zorn

Interviews 14. Februar 2011 - 08:45 UHR 0 Kommentare
Florian Alexandru-Zorn sorgte in letzter Zeit für Aufsehen. Mit seinem Buch „Die Kunst des Besenspiels“ erschien im Alfred Verlag ein interessantes und umfassendes Werk für Schlagzeuger. Das man mit Besen eben nicht im Jazz spielen kann, sondern auch in anderen Stilen eine überzeugende Performance abliefern kann, zeigte Florian schon einige Male. Wir sprachen mit Florian in einem Interview über sein Buch, seine Projekte und vieles mehr.

Florian Alexandru-Zorn
© Copyright Florian Alexandru-Zorn

JDW: Florian, mit welchen Projekten beschäftigst du dich zur Zeit?

Florian Alexandru-Zorn: Meine Aktivitäten splitten sich je zur Hälfte im Educationalbereich und im Live/Recording auf. Im Educationalbereich steht zur Frankfurter Musikmesse die Veröffentlichung meines ersten Jazz Playalongbuchs bevor, welches ich auch für die Instrumente Sax, Piano und Kontrabass als Projektleiter für den Alfredverlag betreut habe. Weiterhin schreibe ich natürlich für die Fachzeitschrift Sticks meine Workshops und in Kürze wird auch in einem amerikanischen Schlagzeugmagazin für eine halbes Jahr etwas von mir zum Thema Besen beigetragen werden. Musikalisch gesehen arbeite ich seit mehreren Jahren mit einem polnischen Gitarristen namens Romuald Erenc zusammen. Mit ihm bin ich regelmässig im Duo aber auch in einer Trioformation vorwiegend in Osteuropa unterwegs. Weiterhin habe ich ein eigenes Jazz-Fusiontrio mit dem ich dieses Jahr eine neue Platte aufnehmen und im Herbst dann auf Tour sein werde.

JDW: Du hast das Buch „Die Kunst des Besenspiels“ geschrieben. Ein umfangreiches Buch über das Besenspiel. Kannst du mehr über dieses Buch sagen?

FAZ: Die Idee zu diesem Buch kam eigentlich aus der Not heraus, nicht genügend Materialien zu diesem Thema gefunden zu haben. Es gibt natürlich noch andere Bücher von Clayton Cameron, Andy Gillmann, Ed Thigpen…. jedoch steht die Anzahl derer in keinem Vergleich zu den unzähligen Büchern, die man zum Thema Stocktechnik auf dem Markt finden kann. Ich habe also wie verrückt transkribiert und geübt.

Die Zielsetzung für mich war es immer gewesen, ein Konzept zu entwickeln, mit dem ich mich frei mit den Besen am Set bewegen kann und nicht an diverse Wischmuster gebunden bin. Ich wollte nicht überlegen müssen, welche Figur ich für welchen Groove herannehme, sondern einfach meine musikalische Sprache die ich in der Lage war mit Stöcken umzusetzen nun auf mein Spiel mit Besen zu übertragen. Ich habe also in diesem Buch mein Wissen zusammengetragen, was es dem Leser ermöglichen soll, all dass, was er eh schon mit Stöcken spielen kann auf das Spiel mit Besen zu übertragen.

Florian Alexandru-Zorn

© Copyright Florian Alexandru-Zorn

JDW: Was fasziniert dich persönlich am Besenspiel? Viele Drummer haben heute nach wie vor Berührungsängste was Besenspiel angeht, was denkst du wieso ist das so?

FAZ: Für mich gab es diese Initialzündung als ich das erste Mal Jeff Hamilton auf einer Aufnahme mit Diana Krall gehört hatte. Der Sound mit Besen ist natürlich ein ganz anderer zudem bin ich da in der Lage auch Notenlängen auf die verschiedensten Arten und Weisen wiederzugeben. Für mich ist es auch keine Frage von laut oder leise spielen, sondern wirklich die Frage nach dem richtigen Sound. Ich denke das ist auch gerade der Knackpunkt für viele Drummer. Dieses Vorurteil, dass man mit Besen eben nur leise Musik und natürlich vorwiegend Jazz spielt. Ich hoffe, dass ich damit schon ein wenig aufräumen konnte. Weiterhin ist es natürlich auch ein komplett anderer Bewegungsapparat, den ich mit Besen bediene. Zusätzlich zur vertikalen Ebene muss ich mich nun mit der Horizontalen in Form von diversen Wischmustern auseinandersetzen, das führt am Anfang auch erst einmal zu massig Hirnverknotungen.

JDW: Was für Brushes setzt du für dich persönlich ein? Gibt es da ein Modell welches du favorisierst?

FAZ: Ich setze grundlegend zwei verschiedene Modelle ein. Eines mit eher weicheren Borsten (Heritage Brushes, Vic Firth) und eines mit eher härteren Borsten (Live Wires, Vic Firth). Das weichere nutze ich dann eben eher im Jazzkontext, wohingegen ich mit den Live Wires auch keine Probleme in der BigBand habe.

JDW: Mit Vic Firth hast du ja eben die erwähnten „Live Wires“ Brushes mitentwickelt. Kannst du mehr darüber erzählen, was ist das besonderes an diesen Brushes?

FAZ: Ich hatte das Problem, dass bei gewischten Funk/Latingrooves oftmals der Wischsound im Vergleich zu den Akzenten untergegangen ist. Gerade Besen sind eben auch für einen Toningenieur im Livebereich nicht immer einfach abzumischen. Zudem kennt jeder auch die Situation, dass wenn man mal mit weicheren Besen auf einem Becken einen Akzent setzen möchte dieser ebenfalls unterzugehen scheint. Daher experimentierte ich mit diversen Ideen. Und kam mit der Idee jeden einzelnen Draht mit einem winzigen Eisenkügelchen zu beschweren. Dies ermöglicht natürlich einen wesentlich lauteren gewischten Sound aber eben auch einen durchsetzungsstarken Klang auf einem Ridebecken!

Florian Alexandru-Zorn

© Copyright Florian Alexandru-Zorn

JDW: Wie nutzt du für dich persönlich das Internet und welche positive Erfahrungen machst du damit?

FAZ: Ich nutze natürlich den Social Media Bereich wie Facebook und Twitter. Beides sind Plattformen, über die man in kürzester Zeit viele Menschen erreichen kann. Zusätzlich habe ich meine Website brushplaying.com (englisch) und besenspiel.de (deutsch) auf der ich monatlich update und blogge.

Als positive Erfahrung kann ich da folgende Anekdote berichten:

Vor etwa einem halben Jahr bekam ich eine E-Mail von einem diversen Stanton Moore, welcher ein paar Videos von mir auf YouTube gesehen hatte. Er hatte überall nach meinem Buch gesucht, welches damals noch nicht weltweit erhältlich war und wurde nicht fündig. Ich schickte ihm sofort ein deutsches Exemplar und die Erstversionen der englischen Fassung zur Durchsicht. Er hat dann auch das Vorwort zur englischen Ausgaben beigesteuert. Nun stehen wir in sehr regelmässigen Kontakt und man sieht Stanton nun auch häufiger mit Besen.

JDW: Welches Equipment setzt du ein und wie wichtig ist dir dein persönliches Equipment?

FAZ: Ich habe das Glück von diversen Firmen unterstützt zu werden. Die erste, die noch bevor ich mein Buch veröffentlicht hatte an mich geglaubt hatte war die Firma Meinl mit denen ich einen tollen Kontakt habe. Dort spiele ich diverse Becken aus der Byzance Jazz Series und der Byzance Extra Dry Series. Mit Vic Firth arbeite ich nun auch seit drei Jahren zusammen und helfe dort in der Produktentwicklung. Dort nutze ich sämtliche Besenmodelle und an Stockmodellen bevorzuge ich die AJ1 und AJ6. Seit Ende letzten Jahres bin ich auch sehr stolz mit einem solch traditionsreichen Unternehmen wie Sonor zusammen zu arbeiten. Ich spiele ein SQ2 Set in der Konfiguration 18×14, 12×7, 10×7, 14×14. Ebenso ein S-Classix mit der gleichen Konfiguration. Hinzu kommen diverse Snares aus der Artist Series.

Florian Alexandru-Zorn

© Copyright Florian Alexandru-Zorn

JDW: Was kannst du Drummern mit auf den Weg geben?

FAZ:Habt eine Vorstellung von dem, was ihr machen und erreichen wollt. Wenn ihr dann euer Ziel gesetzt habt, lasst nicht locker und arbeitet an euch, um dieses zu erreichen.

Die Kunst des Besenspiels

Die Kunst des BesenspielsDie Kunst des Besenspiels, so nennt sich das neue Lehrbuch mit DVD von Florian Alexandru-Zorn. Brushes sind nach wie vor bei einigen Drummern kein Thema oder aber sie finden den richtigen Zugang zu den Brushes nicht. Ausserdem sehen viele Drummer die Brushes lediglich in einem Jazz Kontext. Die Vielseitigkeit ist aber gross und die unterschiedlichsten Stile lassen sich mit Brushes spielen.

Das Buch von Florian Alexandu-Zorn bietet auf 148 Seiten, umfassendes Material sowie Konzepte für das Spielen mit Brushes in der Jazz- sowie Popmusik. Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene Brushes Spieler, bekommen hier einen Einblick in die unterschiedlichste Spieltechnische Möglichkeiten des Besenspiels. Die Übungen als auch die Grooves sind gut durchdacht. Die Kombination aus Buch und DVD, ist in diesem Fall ideal. Mit dem Buch, hat man zahlreiche Übungen zur Hand. Die Abbildungen im Buch, mit den Bewegungsabläufen wird gezeigt, so das es für jeden nachvollziehbar wird. Mit der DVD wird zusätzlich das ganze sichtbar und auch hörbar erläutert. Dies aus verschiedenen Kamera Perspektiven. Die unterschiedlichsten Spieltechniken wie, Kreisbewegung, Halbkreisbewegung, lineare Bewegung, Kombinationsbewegung, Tappen/Sounds, Rudiments, Interpretationsübungen sowie Leseübungen werden hier gezeigt. Zudem Grooves für Jazz, Drum n‘ Bass, Latin, Funk, Rock u.a!

Mit diesem Lehrbuch wird jeder Drummer, sein Besenspiel verbessern bzw. neue Ideen aufgezeigt bekommen, mit welchem man seine Technik erweitern bzw. formen kann.

Erhältlich direkt bei amazon.de.



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