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Interview David Stauffacher

Interviews 09. März 2013 - 22:00 UHR 0 Kommentare
Der Schweizer Percussionist David Stauffacher spielt momentan in der Band „The Voice of Switzerland“ und ist für die Percussion Parts zuständig. Doch das ist nur ein Teil seiner Arbeit. Ihm liegt vor allem aber auch seine eigene Band Lariba am Herzen. JazzDrummerWorld sprach mit ihm über die Casting Show und über seine Tätigkeit als Musiker in der Schweiz.

David Stauffacher© David Stauffacher

JDW: Wie hat das bei dir alles mit den Percussion Instrumenten angefangen?

David Stauffacher: Drums und Percussion haben mich schon immer fasziniert. Zuerst habe ich lange Schlagzeug gespielt, entdeckte dann aber immer mehr die Welt der Percussion. Die unzähligen Instrumente und Klangfarben, die direkte Berührung und Klangerzeugung mit den Händen und die Geschichte/Kultur hinter den einzelnen Instrumenten interessiert mich. Die Perkussion ist für mich auch eine Brücke zu verschiedenen Kulturen, wie Brasilien, Kuba oder Afrika, jedes Instrument hat seine Rolle und seinen Platz in der Musik. Zusammenspiel ist wichtig, oft sind es mehrere Perkussionisten während ein Drummer eher „alleine“ ist.

JDW: Welche Projekte beschäftigen dich zur Zeit und mit welchen Bands arbeitest du?

DS: Am meisten am Herz liegt mir meine eigene Band, „LARIBA“. Wir haben soeben ein zweites Album aufgenommen, welches bald erscheinen wird. Live bin ich oft mit William White unterwegs, aber auch mit anderen Bands, in letzter Zeit oft mit dem Swiss Jazz Orchestra, Solo Dos oder anderen. Daneben arbeite ich öfter im Studio als Produzent, dieses Jahr mit Bergitta Victor und Namusoke.

David Stauffacher

© David Stauffacher

JDW: Du bist in der „The Voice of Switzerland“ Band mit dabei. Wie erlebst du diese Zeit und wie stehst du zu Casting Shows?

DS: Die Arbeit ist sehr intensiv, wir spielen Songs aus allen Sparten, nach Elvis Presley folgt Guns’n’Roses und Lady Gaga. Die Herausforderung liegt im soundtechnischen Bereich und darin, die unzähligen Songs nicht zu verwechseln. Allein bei den Blind Auditions waren es mehr als 100 Songs. Die Band ist jedoch ausgezeichnet besetzt und sehr professionell, was die Arbeit erleichtert. Casting Shows sind jedoch nicht so mein Fall, geht es doch am Schluss in erster Linie um Quoten und nicht um Musik. Bei „The Voice“ hat es jedoch einige positive Momente gegeben was die Qualität der Sänger angeht.

JDW: Wie siehst du die Situation als Musiker generell hier in der Schweiz? Was ist wichtig um bestehen zu können?

DS: Viele professionelle Musiker leben nicht nur von Gigs. Das ist extrem schwierig, vor allem wenn man eine Familie hat. Also sucht man sich zusätzliche Jobs, im Studio, als Lehrer oder als Komponist für Filmscores etc. Dann funktioniert es ganz gut. Natürlich ohne einen allzu teuren Lebensstil zu pflegen. Die diversen Aktivitäten sind oft auch eine Bereicherung. Die Schweiz hat leider nicht viele Acts, die ausserhalb des Landes bekannt sind, was längere Tourneen schwierig macht, und es oft nicht reicht, mit einer Band allein durchzukommen.

David Stauffacher

© David Stauffacher

JDW: Wie gestaltet sich so das Leben von David Stauffacher, wie kann man sich deine Arbeit als Percussionist grundsätzlich vorstellen?

DS: Sehr facettenreich. Eigentlich ist jeder Tag anders und bringt neue Herausforderungen, was ich sehr schätze. Es gibt Momente, wo viel los ist, in denen ich viel unterwegs bin. Oder längere Phasen im Studio. Daneben freue ich mich jedoch öfters auch mal ein paar Tage nichts los zu haben, mit den Kids Zeit zu verbringen und um zu üben.

JDW: Hast du auch eigene Projekte oder planst du eigene Sachen?

Ja, meine eigene Band Lariba Eine Fusion aus Latin – Hip-Hop, Brasil und kubanischer Musik. „urban latin music“ Eine eigene Band ist eine grosse Herausforderung, viel Stress und Arbeit, macht aber immer wieder eine unglaubliche Freude und LARIBA strotzt nur so vor Energie und Spielfreude bei den Konzerten.

David Stauffacher Setup

© David Stauffacher

JDW: Hast du Favoriten unter den Percussion Instrumenten welche du benutzt oder auch gewisse Sound Geheimtipps?

DS: Ich spiele seit längerem Pearl Percussion als Endorser. Pearl hat in den letzten Jahren viel Neues gebracht und macht gute Instrumente. Daneben habe ich einige Perlen im Studio… zum Beispiel ein handgemachtes Spezial Pandeiro oder ein wunderschönes Cajon. Instrumente, welche ich auf Reisen entdeckt habe und die sehr gut klingen.

JDW: Hast du abschliessende Worte?

DS: Ich versuche immer dankbar zu sein, für alles, was dieser Beruf und diese Leidenschaft mit sich bringt. Die Freude an der Musik entschädigt für viel Aufwand. Ein gelungenes Konzert ist sehr motivierend, die Arbeit mit unendlich vielen verschieden Musikern inspirierend. Thanks!

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