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Interview Daniel Schild

Interviews 01. März 2010 - 17:38 UHR 0 Kommentare
Daniel Schild ist ein vielseitiger Schlagzeuger aus Deutschland und in den unterschiedlichsten Stilen zu hause. Egal ob mit der Metal Band SONS OF SEASONS, oder als Drummer beim persischen Ethno Pop Sänger AFSHIN, oder aber das Spielen von Jazz Gigs. Unterschiedlicher kann man als Drummer schon fast nicht mehr arbeiten. Doch genau diese Vielseitigkeit und das Spielen in den unterschiedlichsten Bands, macht Daniel Schild gerade Spass und bietet ihm die Möglichkeit sich mit all den Stilen auseinanderzusetzen. Wir sprachen mit ihm über seine Projekte, den Beruf Schlagzeuger, über das Musikbusiness und anderes.

Daniel Schild

JDW: Daniel, erzähl mal etwas über deine aktuellen Projekte bei denen du mitwirkst.

Daniel Schild: Zur Zeit habe ich einiges am Start. Da wäre die Prog-Metal Band „SONS OF SEASONS“ mit der ich seit dem letzten Jahr in Europa unterwegs bin und mit der wir ich zur Zeit am neuen Album arbeite. Die Band um den persischen Ethno-Pop Sänger „AFSHIN“. Die „SWR TV SHOW SCHROEDER“! Bei der ich in der Hausband mitwirke. Das Musical „CABARET“ in Frankfurt a.M. und die Soul-Jazz-Band „DADA“ mit der wir im Herbst auf Tour sein werden um unser Debut Album zu promoten. Alles Projekte wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist von Clubgigs bis hin zu Gigs mit 15.000 Besuchern alles vertreten. Ist nicht einfach all diese Stilistiken gut zu bedienen. Sehr zeitaufwendig und mühsam, aber es macht einen riesen Spaß und läuft alles sehr erfolgreich.

JDW: Wie sah dein persönlicher musikalische Werdegang aus?

DS: Mit dem Trommeln habe ich im Alter von 12 Jahren begonnen. Vorher habe ich mich mit mässigem Erfolg am Akkordeon probiert. Während meiner Schulzeit habe ich in vielen Bands, unterschiedlicher Stile, Erfahrungen gesammelt und mich weiterentwickelt bis ich irgendwann, so mit 17, den Entschluss gefasst hatte, das ganze als Profi zu probieren. Nach dem Abitur bin ich dann ans Drummers Institute in Düsseldorf gegangen. Habe dort meinen Abschluss gemacht und dann noch ein Jazzstudium an der Hochschule in Mannheim drangehängt. Über neue Kontakte und zur rechten Zeit am rechten Ort’- Situationen bin ich dann letztendlich zu all dem gekommen was ich jetzt so mache.

Daniel Schild Drummer

JDW: Kommen wir doch noch auf dein Equipment zu sprechen. Du spielst DDRUM. Akustische Drumsets von DDRUM sieht man eher noch selten. Wie ist diese Zusammenarbeit entstanden und kannst du mehr über dein Equipment erzählen?

DS: Die Zusammenarbeit mit DDRUM entstand vor gut 2 Jahren. Bei meinem damaligen Endorsement gab es durch weltweite Änderungen in den Vertriebsstrukturen Probleme.
Und da war DDRUM dann am Start und machte mir ein super Angebot das ich dann (nach einigen Equipment Tests) einfach nicht ablehnen konnte. DDRUM ist noch eine recht junge Marke im Akustik-Drum-Sektor. Bisher waren sie mehr für E-Drum Module, Trigger und Pads bekannt. Aber die Drums sind echt der Hammer. Und die Zusammenarbeit mit dem Vertrieb in Deutschland klappt traumhaft. Ich bin rundum zufrieden! DDRUM kommt ständig mit Neuheiten um die Ecke und hat schicke Hölzer und Finishes im Programm. Zur Zeit spiele ich ein Acryl Set in „Black Smoke“ bei SONS OF SEASONS. Sieht tierisch aus und knallt ordentlich. Ansonsten habe ich noch ein „DIOS Maple Kit“ in „Olive Sparkle“ für alle anderen Projekte.

JDW: Wie stehst du zu den unterschiedlichen Musikstilen? Gibt es Stile wo du dich mehr zu hause fühlst, oder ziehst du hier keine Grenzen zwischen den Stilen?

DS: Ich fühle mich eigentlich immer dort zu hause wo ich kreativ arbeiten kann. Viel wichtiger als die Stilistik sind für mich die Leute mit denen ich arbeite. Mit den richtigen Kollegen, die grooven und relaxed drauf sind, kann eigentlich jeder Stil Spass machen. Da ziehe ich keine Grenzen. Natürlich gibt es Dinge die mal mehr und mal weniger Spass machen, aber das ist doch überall im Leben so… Hauptsache das Gleichgewicht stimmt!!

Daniel Schild Drummer

JDW: Der Beruf Schlagzeuger mag für viele ein Traum sein und auch bleiben. Wie hast du es angestellt, das dies für dich Wirklichkeit wurde?

DS: Viel harte Arbeit und Disziplin!! Nicht aufgeben, sich durchbeißen und immer den Spaß am Instrument und der Musik behalten. Es gehört natürlich auch die gewisse Portion Glück dazu das man die richtigen Leute trifft die einem weiterhelfen können und wollen. Dann funktioniert es, aber eine Garantie gibt es dafür nicht. Aber man kann dem Glück durch geziehltes Arbeiten etwas auf die Sprünge helfen!

JDW: Wie siehst du persönlich die aktuelle Situation in der Musikindustrie und welche Auswirkungen hat das auf dich als Schlagzeuger, wenn es denn überhaupt welche gibt? Muss man heute gewisse Sachen anders machen, damit man an Jobs kommt?

DS: Ich finde es ist schon schwieriger geworden an Jobs bzw. Gigs für Bands zu kommen. Der Markt ist unglaublich stark geworden was die Menge an hervorragenden Musikern angeht. Ebenso Bands; Es gibt tausende von Bands die spielen wollen aber durch die wirtschaftliche Lage immer weniger Clubs für Live Gigs. Zumindest wenn man von den Gagen (oder das was man so nennen kann) leben will ist es echt hart georden. Man muss schon ordentlich strampeln um an Gigs und Jobs zu kommen. Aber auch hier gilt: Durchhalten lohnt sich früher oder später, aber nur wenn man diszipliniert und hart arbeitet um an das Ziel zu gelangen. Auf der anderen Seite ist es aber auch einfacher geworden durch da Internet sich und seine Arbeit zu promoten. Aber auch das wissen die Anderen …

Hart war das Musikgeschäft denke ich schon immer, aber früher gab es mehr Jobs für Musiker in Studios etc. ! Das ist durch die zum Teil unglaubliche Qualität der Programmings etc. leider immer weniger geworden!

Daniel Schild Drummer Day

JDW: Drummer werden oftmals nach ihrer Technik beurteilt. Musikalität wird oftmals gar nicht erwähnt, oder es interessiert die Leute schon gar nicht. Wie siehst du das? Was bedeutet für dich Technik und wie stehst du dazu?

DS: Technik ist für mich mein Werkzeug mit dem ich arbeite. Je besser mein Werkzeug desto leichter kann ich arbeiten bzw. mich am Set ausdrücken. Ich übe gerne und viel Rudiments und versuche ständig meine Bewegungsabläufe zu optimieren. Eine richtig gute Technik zu haben ist nie verkehrt. Sollte aber nicht auf Kosten der Musikalität gehen. Macht es musikalisch keine Sinn was du spielst, bringt auch die beste Technik nichts. Eine gute Technik sollte dich in die Lage versetzen können alles was dir einfällt gut am Set umsetzen zu können. Dann kann man auch mal, wenn es gefragt ist, die Katze aus dem Sack lassen.

JDW: Wie gestaltet sich das mit dem Üben bei dir? Wie übst du heute und wie hast du geübt. Hast du das Ratschläge?

DS: Ich versuche beim üben immer möglichst viele Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. D.h. möglichst effizient und auch Stilistik unabhängig zu üben. Licks, Grooves etc. die mir in den unterschiedlichsten Stilistiken nutzen. Natürlich mit dem jeweils gefragten Sound und Groove gespielt.

Ich habe immer sehr gerne geübt und mache dies auch noch heute, komme doch aufgrund meines doch recht vollen Kalenders nicht mehr so richtig dazu. Zumindest nicht so wie ich es gerne hätte. Durch das viele unterwegs sein fehlt etwas die Kontinuität. Deshalb führe ich immer Buch über das was ich übe, damit ich auch nach etwas längerer Pause wieder dort anknüpfen kann. Das bringt wirklich viel: Mann weiß immer was man als letztes wie geübt hat und kann auch anhand der Aufzeichnungen sehr gut die Fortschritte beobachten.

Meistens bereite ich Jobs vor und übe die Songs, Grooves, Fill-Ins etc. Was ich mir angewöhnt habe fast täglich zu machen, auch auf Tour, sind Grundlegende Rudiments, Timing Übungen und Notenlesen auf dem Pad zu machen. Das macht mir Spass, hält die Hände und den Kopf fit. Auf Tour allerdings immer mit den Bandkollegen absprechen bevor ihr im Backstage loslegt. Das kann doch ordentlich nerven …

JDW: Hast du dich auch rein mit dem Drum Tuning auseinandergesetzt und Stunden investiert? Oder gehst du das eher locker an oder steckt bei dir da ein Konzept dahinter?

DS: Eigentlich steckt da kein wirkliches Konzept dahinter. Mit den Jahren habe ich für mich einige Methoden gefunden mit denen ich gut durch den Live und Studioalltag komme.
Außerdem habe ich mit AQUARIAN Drumheads Felle gefunden die mir dabei helfen meinen Sound umzusetzen. So etwas braucht Zeit und Erfahrung. Ich arbeite aber gerade mir dem Buch von NILS SCHROEDER (Drum Tuning) daran etwas mehr Konzept in die Sache zu bringen. Das kann ich nur empfehlen… Ein guter Drumsound ist schliesslich die halbe Miete.

Daniel Schild Drummer Promo Bild

JDW: Hast du abschliessende Worte an die Drummer da draussen?

DS: Habt Spass an der Musik und am Trommeln. Haltet eure Augen und Ohren auf für neue Sounds, Bands und Drummer. Es war noch nie so einfach wie heutzutage sich am Instrument weiterzubilden. DVD’s, Bücher, Internetportale und richtig gute Schulen und Lehrer helfen euch dabei. Und das zum Teil für gar nicht viel Geld. Macht euch das zu Nutze. Es macht Laune und bringt euch immer ein Stückchen weiter nach vorne …

JDW: Wir danken dir Daniel für dieses Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg als Schlagzeuger.

Mit Daniel Schild erscheint demnächst auch ein Drummer Workshop hier bei jazzdrummerworld.com.

Weiterführende Links
MySpace Seite von Daniel Schild
Offizielle Webseite von Daniel Schild



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