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Yamaha Club Custom Drumset

Berichte Drums & Co. 20. April 2012 - 10:26 UHR 0 Kommentare
Mit der Club Custom Serie hat Yamaha gemeinsam mit Drummer Steve Jordan ein wirklich beachtliches Drumset geschaffen, was nicht nur in überzeugendem Finish daherkommt, sondern auch mit einem schönen Sound. JazzDrummerWorld hat sich dieses Set einmal genauer angeschaut.

Yamaha Club Custom Signet

Für diesen Testbericht steht hier ein Yamaha Club Custom in den Grössen 14″x5 1/2″ Snaredrum, 8″x7″, 10″x7″, 12″x8″ und 14″x13″ Floor Tom sowie eine 20″x15″ Bassdrum in der Farbe Swirl Black bereit.

Das Club Custom im Detail

Als erstes sticht sicherlich das Finish ins Auge. Das Verfahren beim Swirl Finish ist eine ziemlich aufwändige und zugleich komplizierte Prozedur. Dementsprechende schön präsentieren sich die Sets mit diesem Finish, wo man sogar die Struktur mit den Fingern ertasten kann. Zur Auswahl stehen jeweils die Swirl Finish in Swirl Black, Swirl Blue oder Swirl Orange oder dann auch eher klassischere Finish wie Dark Wood und ein Black Wood, wer es dann doch schlichter mag.

Yamaha Club Custom Swirl Black Finish

Ebenfalls äusserst interessant ist, dass die Bassdrum lediglich in 15″ Zoll Tiefe angeboten wird. Das hat auch einen Grund. Durch das verwendete Kapur Holz wird so eine ausgewogene Mischung aus Bass und Attack generiert. Erhältlich ist dann die Bassdrum jeweils in 18″x15″, 20″x15″, 22″x15″ oder 24″x15″ Zoll Grössen. Die Bassdrums sind jeweils auch in einer R-Version erhältlich. Das heisst ohne Tomhalterung auf der Bassdrum. Wer seine Toms anderweitig platziert, auf einem Snäreständer oder sonstigen Tom-Ständern oder Rack-System, kann ja darauf durchaus verzichten. Wobei es eigentlich praktisch ist, wenn man diese Halterung auf der Bassdrum als zusätzliche Option noch hat. Falls es mal auf einer Bühne eng wird.

Yamaha Club Custom Tom Swirl Black

Die Toms sind dann jeweils in 8″x7″, 10″x7″, 12″x8″ oder 13″x9″ und Floor Toms in 14″x13″, 16″x15″ sowie 18″x16″ erhältlich. Die Kessel sind kurz gehalten, aber das ist ja momentan der Trend bei den Drum Herstellern. Die kürzeren Kessel produzieren einen mit mehr Attack versehenen Sound. Zudem kann man diese einfach auch besser platzieren, als die langen Kesseln.

Die Floor Toms sind jeweils nur als Standtoms erhältlich. Die anderen Toms gibt es dann mit der bekannten YESS Free-Floating-Mounts von Yamaha. Schlicht, einfach, robust und elegant, wie man es von der Yamaha Hardware eben gewohnt ist. Die Bassdrum wird gestützt durch die L-Mounts und kommt mit schönen „Claws-Hooks“ daher. Diese sorgen nochmals für einen schönen Retro-Touch.

Yamaha Club Custom Drumset Swirl Black

Nicht vergessen darf man das Holz. Hier verwendet Yamaha 100% Kapur Holz. Ein mittelhartes Holz. Vergleichbar mit Eiche (Oak) – Das Club Custom hat somit auch einige ähnliche Eigenschaften mit der Oak Serie von Yamaha -. Die Kessel bestehen aus sechs Schichten dieses Holzes. Die Kesselgratung ist hier besonders rund, was wiederum zum Konzept des Club Custom gehört. Das Kapurholz wird übrigens auch bei der PHX Serie von Yamaha verwendet.

Das Holz

Hier verwendet Yamaha wie bereits erwähnt Kapurholz. Das Holz stammt ursprünglich aus Südostasien. Es ist ein besonders hartes Holz und wird meistens dort verwendet, wo eine starke Beanspruchung stattfindet. Bei näherem betrachten sieht man, dass dieses Holz doch sehr grobe Poren aufweist. Die Farbe ist rötlichbraun und wirkt ziemlich edel. Das Holz hat gewisse Ähnlichkeiten mit Eichenholz.

Kapur Holz - Yamaha Club Custom

Der Sound

Das interessante an der Club Custom Serie ist, dass es keine stilistische Grenzen gibt. Es ist vielseitig einsetzbar und bietet in den unterschiedlichsten Stilen einen idealen Sound an. Das der Sound so ist, wie dieser eben daherkommt, ist auf das Kapur Holz, die 60-Grad Abschrägung bei den Kesseln und vor allem auch auf die Kesseltiefe zurückzuführen.

So produzieren gerade die Toms einen sehr schönen warmen und vollen Sound. Durch die Kesselgratung liegt das Fell auf einer grossen Fläche auf. Dadurch schwingt der Kessel kontrollierter. Wenn man die Kessel innen betrachtet, hat man irgendwie schon eine Vorstellung vom Sound. Genau diesen erwarteten Sound bekommt man dann auch zu hören. Das Set versprüht eine schönen Retrosound.

Yamaha Club Custom Swirl Black

Die 20″x15″ Bassdrum besticht durch einen vollen und runden Basssound. Je nach Stimmung der Bassdrum, holt man so einiges heraus. So auch bei dieser 20″ Bassdrum. Gerade im Sound liegt eben der grosse Reiz beim Club Custom. Egal ob man einen schönen Club Sound oder eben auch Hip-Hop, Jazz, Blues oder Pop/Rocksounds abdecken möchte, dass Set ist sehr vielseitig und bringt so einiges an Sound Möglichkeiten mit sich. Hier kann man sicherlich mit unterschiedlichen Fellen bzw. Fellkombinationen den gewünschten Sound bekommen. Ansonsten ist wohl gerade die 15″ Kesseltiefe interessant. Damit erreicht man einen noch deutlicheren Attack.

Bei den Toms bewährt sich sicherlich auch wiederum das YESS-System von Yamaha. Damit kann der Kessel optimal frei schwingen und das hat natürlich einen deutlichen Einfluss auf den Sound. Die kleinen Lugs kennt man schon von der Yamaha Oak Custom Serie und diese wurden auch beim Club Custom eingesetzt.

Die Snaredrum bietet einen gut kontrollierbaren Sound und entfaltet sich in hoher wie auch tiefer Stimmung. Die Snareteppich (Carbon-Steel mit 20 Spiralen) Ansprache ist sehr schön und bleibt ebenfalls kontrollierbar.

Yamaha Club Custom Snaredrum Swirl Black

Das Set wird mit Remo Ambassador coated auf der Schlagseite und clear auf der Resonanzseite bei den Toms ausgestattet. Die Bassdrum hat ein Powerstroke 3 clear Schlagfell und ein Powerstroke 3 smooth white Resonanzfell. Die Snaredrum ist ausgestattet mit einem Ambassador coated und clear Fell.

Je nach Sound, sollte man dann aber auch andere Fellkombinationen ausprobieren und anwenden. Das Potenzial ist mit den mitgelieferten Fellen sicherlich noch nicht erreicht.

Video

Für das Video wurde das Drum nicht speziell getunt. So wie das Drum geliefert wurde, wurde die Stimmung auch belassen. Es wurden lediglich einige Stimmschrauben nachgezogen. Aber sonst wurde alles so belassen. Lediglich bei der Bassdrum musste das Schlag- und Resonanzfell aufgezogen werden. Aufgenommen wurde mit dem Zoom Q3 HD.

Das Video gibt es auch bei YouTube.

Fazit

Mit dem Club Custom hat Yamaha gemeinsam mit Steve Jordan ein äusserst interessantes und vielseitiges Drumset geschaffen. Das verwendete Kapurholz bringt einen interessanten Klancharakter mit sich und überzeugt in den unterschiedlichsten Stilen. Das Swirl Finish ist ausserdem eine wirklich gelungene optische Ergänzung und sorgt sicherlich für Aufsehen. Das Kapurholz ist ausserdem wiederum eine interessante Holzart, welche Yamaha hier verwendet. Vergleichbar mit Eiche und somit sind die Club Custom Drums mit der Oak Serie von Yamaha vergleichbar. Trotzdem hat das Club Custom natürlich einen komplett eigenen Soundcharakter.

Die Swirl Finishes kosten 10% mehr, da die Prozedur hier aufwändiger ist, als bei den Matt-Finishes.

Ansonsten bekommt man hier ein Top verarbeitetes Set mit schöner Kesselverarbeitung. Die Gratung ist wirklich sehr sauber. Das Konzept Retro mit etwas modernem zu kombinieren ist durchaus gelungen. Mit dem Club Custom wird man seine Club Gigs aber auch Studio Jobs sicherlich gut meistern. Wo die Grenzen liegen, wird man sicherlich für sich selber dann herausfinden. Wobei man mit der geeigneten Fellkombination immer wieder erstaunliche Sounds herausbekommt. Sicher ist, wer sich für ein Club Custom entscheidet, bekommt ein Drumset, welches Profi Anforderungen gerecht wird und auch mit dem Sound vollends überzeugen mag.

Einziger Nachteil ist sicherlich der doch eher hohe Preis für das Club Custom. Dieser liegt bei dieser hier getesteten Konfiguration (Toms: 8″/10″/12″/14″ Bassdrum: 20″ und 14″ Snaredrum) bei ca. 4187.- CHF. Aber für ein Profiset ist es sicherlich auch gerechtfertigt. Man wird dafür mit einem einzigartigen Soundcharakter und herrlichen Finishes belohnt.

Fotos in höherer Auflösung gibt es bei flickr.com oder auch bei 500px.com.

Features

Hersteller: Yamaha
Herkunftsland: Japan
Serie: Club Custom

Finishes: Swirl Finish (Swirl Black, Swirl Blue und Swirl Orange) sowie Matt-Finishes Dark Wood und Black Wood

Holz: 100% Kapur, sechs Lagen bei den Kesseln, runde 60 Grad Kesselgratung
Hardware: YESS Halterung bei den Toms, Bassdrum jeweils auch in einer R-Version (ohne Tomhalterung), YD-Stimmböckchen, Small Lugs, 1.6mm Stahlspannreifen, Holzspannreifen bei der Bassdrum, Claw Hooks bei der Bassdrum, Snareteppich: Carbon-Steel mit 20 Spiralen

Felle: Toms Ambassador Remo coated Schlagfell und Remo Ambassador clear Resonanzfell, Bassdrum Powerstroke 3 clear Schlagfell und Powerstroke 3 smooth white Resonanzfell, Snaredrum Ambassador coated und clear Fell

Vertrieb: Yamaha Europe
Web: www.yamaha.com

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