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Testbericht Perfect Balance Pedal by Jojo Mayer

Berichte 20. Juni 2012 - 22:06 UHR 4 Kommentare
Das Jojo Mayer Perfect Balance Pedal von Sonor wurde bereits seit einiger Zeit erwartet. Jojo Mayer lies einige Male verlauten, dass er an einem Pedal arbeitet. Zur Musikmesse Frankfurt 2012 wurde das Pedal vorgestellt. Es hat einige interessante Eigenschaften, welche JazzDrummerWorld näher betrachtet. Das Pedal ist seit einigen Tagen hier im Testlabor. Was ist anders am Pedal? Welche Eigenschaften bringt es mit sich? Diese und andere Fragen stehen hier im Bericht im Zentrum.

Jojo Pedal - Jojo Mayer Perfect Balance Pedal

Es war sicherlich eines der Highlights der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt. Das “Jojo Mayer Perfect Balance Pedal” welches Jojo Mayer gemeinsam mit Sonor entwickelt hat. Ein Pedal welches dafür sorgen soll, dass Fuss und Pedal optimal zusammenarbeiten. Eben eine perfekte Balance schaffen. Was schon mal auffällt beim Pedal, ist die Tatsache, dass es nicht unzählige Einstellmöglichkeiten gibt. Das war auch ein wichtiger Punkt, dass man unnötige Einstellmöglichkeiten entfernt und sich auf das wesentliche konzentriert. Vielleicht ist gerade das auch ein Pluspunkt bei diesem Pedal. Die heutigen Pedale haben oftmals unzählige Einstellmöglichkeiten. Darin kann man sich schnell einmal verlieren und bis man da dann eine geeignete Einstellung gefunden hat, vergeht doch einige Zeit. Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass ein gut eingestelltes Pedal – auf die jeweiligen Bedürfnisse des Drummers – das Spielen erleichtert. Aber kein Pedal wird einem die Arbeit abnehmen um sich mit seiner Technik zu beschäftigen, es wird wohl einfach gewisse Dinge erleichtern.

Beim Jojo Pedal wurde darauf geachtet, dass Design sowie perfekt ausbalancierter Linearität und das entfernen unnötiger Einstellmöglichkeiten im Zentrum steht. Ausserdem erleichtern einige kleine nützlichen Features die Handhabung und den Transport des Pedals. Dazu später mehr.

Design

Sicherlich fällt bei diesem Pedal gleich einmal das Design auf. Es wirkt durchdacht und kommt irgendwie einfach und elegant daher. Die heutigen Pedale haben alle eine Ähnlichkeit miteinander. Hier fällt schon mal auf, dass es einfach eine L-förmige Pedalsäule Konstruktion ist. Das Pedal hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Pearl Demon Drive Single Pedal. Beim Demon Pedal ist diese L-förmige Konstruktion auf der rechten Seite und beim Jojo Mayer Pedal eben auf linken Seite. Somit kann man hier perfekt auch die Sliding-Technik einsetzen bzw. ausführen. Dadurch hat man eine grössere Freiheit mit der Pedaltechnik.

Sonst ist es einfach ein schickes, leichtes und äusserst elegantes Pedal Design. Die Ganze Konstruktion wirkt sehr massiv.

Merkmale

Die Entwicklung dieses Pedals hat einige Zeit in Anspruch genommen. Jojo Mayer hat sich einige Zeit lang mit Bassdrum Pedalen beschäftigt (Wie er ja auch im Videointerview mit JazzDrummerWorld erwähnt hat) und mit diesem Pedal nun für sich ein optimales Pedal entwickeln lassen. Das Ergebnis lässt sich sehen und einige Drummern werden sicherlich ihre Freude an diesem Pedal haben.

Jojo Pedal Schlägelrolle – Photo © Sonor

“Low Mass Drive System”

Die Antriebsrolle und die Beaterhalterung wurde aus einem Stück gefertigt. Damit wird erreicht, dass wenig Masse vorhanden ist. Zudem hat man schon mal einen wichtigen Punkt geschaffen, um ausbalancierte Schläge ausführen zu können. Die runde Schlägelrolle produziert hier eine lineare Beschleunigung.

Zugband (Ballistic Fiber)

Es ist sicherlich Geschmacksache ob man Kettenantrieb nutzt oder ein Zugband. Hier setzt man auf ein Zugband. Dieser soll dazu beitragen, dass die Trägheit minimiert wird. Alles soll schneller bzw. flüssiger laufen, als dies bei Ketten- bzw. Direct Drive Pedalen der Fall ist. In der Tat ist die Laufeigenschaft irgendwie sehr leichtgängig und äusserst angenehm.

Fussplatte

Die Fussplatte ist hier länger als dies sonst der Fall ist. Längere Fussplatten sind auch bei Drummern beliebt, welche nicht unbedingt grosse Füsse haben. Auch mit einer längeren Fussplatte, kann man gewisse Techniken besser ausführen. Man hat mehr Platz und findet auch hier eine optimale Balance. Das ist beispielsweise auch beim Pedal von Tama, der Speedcobra der Fall. (Testbericht Tama Speed Cobra Bassdrum Pedal). Es kann durchaus angenehmer sein, ein Pedal zu spielen, welches eine längere Fussplatte hat. Auch hier ist es natürlich eine ganz persönliche Angelegenheit. Auf alle Fälle wird beim Jojo Pedal die Hebelwirkung des Pedals verbessert und dadurch hat man eine optimalere Bewegung bei der Heel-Toe oder eben der Sliding-Technik.

Die Fussplatte könnte dennoch für einige Drummer nicht so geeignet sein. Die Fussplatte ist hier glatt, was nicht alle Drummer gleich gerne bevorzugen. Das Design der Fussplatte ist sonst an die anderen Sonor Bass Drum Pedale angelehnt. Aber auch hier gilt, selber testen und für sich entscheiden ob es passt oder nicht.

Jojo Pedal – Zusammengeklappt – Photo © Sonor

Falt-Mechanismus (Druckknopf)

Das ist sicherlich eines der Highlights des Pedals. Der Falt-Mechanismus sorgt dafür, dass man diese Pedal schnell und einfach per Druckknopf zusammenfalten lassen kann. Die Zugfeder kann man zudem aushängen und mit einem Magnet fixieren und so vor Beschädigung schützen. Das ist hier wirklich ein äusserst praktisches Feature und wirklich genial.

Jojo Pedal Falt-Mechanismus – Photo © Sonor

Bassdrum Klemmung (Self-Mounting Clamp)

Das anbringen eines Bassdrum Pedals ist ja grundsätzlich nicht so eine Sache. Und doch kann man auch das deutlich vereinfachen bzw. beschleunigen. Das Jojo Pedal kann im eingeklappten Zustand angebracht werden. Im Lieferumfang findet man noch einen Anti-Rutsch Klebestreifen. Diesen kann man, je nach Bedarf, am Spannreifen anbringen. Die Bass Drum Klemmung ist optimiert für Sonor Bass Drum Holzspannreifen. Das ist jedoch eine gängige Industriemasse, so das man es selbstverständlich an die gängigen Spannreifen anbringen kann. Hier sollte es keine Probleme geben. Grundsätzlich passt sich das Ganze dem Spannreifen an. Wurde das Pedal einmal an die Bassdrum angepasst, kann man es immer wieder einfach ganz schnell in zusammengeklappten Zustand anbringen. Ein nachjustieren der Stellschraube ist normalerweise nicht mehr nötig. Das Pedal ist fixiert und spielbereit.

Einstellmöglichkeiten

Die Lagerrolle (Bearing roll) lässt sich innerhalb der Aussparung verschieben. Dadurch kann man den Winkel der Fussplatte sowie des Beaters ändern. Die Schlägelrolle (Beater cam) kann ebenfalls gelöst werden. Dadurch lässt sich der Beater Winkel einstellen. Rastscheiben greifen hierbei ineinander und sind mit einer Innensechskantschraube fixiert. Weiter kann man selbstverständlich die Zugfeder nach Wunsch einstellen. Der Beater kann ebenfalls beliebig eingestellt werden. Falls mehr Stabilität benötigt wird, besitzt das Pedal unterhalb noch Spitzen, welche man herausdrehen kann.

Jojo Pedal Komplett

Fazit

Mit Sicherheit hat hier Jojo Mayer in Zusammenarbeit mit Sonor ein interessantes Pedal entwickelt, welches insbesondere auf seine Bedürfnisse abgestimmt wurde. Kein Bassdrum Pedal kann die Arbeit abnehmen, welche man in seine eigene Bassdrum Technik investieren muss. Es kann jedoch vieles vereinfachen und eine optimale Balance schaffen. Genau das war ja auch das Ziel mit diesem Pedal. Ein Jojo Mayer kann auch mit jedem anderen Pedal auf solch einem Niveau spielen. Wie aber bereits erwähnt wurde, kann ein Pedal die Ganze Arbeit deutlich vereinfachen und erleichtern. Viele kleine nützlichen Features am Pedal machen das Jojo Pedal zu etwas besonderem. Gerade der Falt-Mechanismus, welchen man mittels Druckknopf auslösen kann ist praktisch. Geliefert wird das Jojo Pedal ausserdem mit einer Pedaltasche für den Transport. Darin kann man das Pedal gut geschützt transportieren. Sonst hat man es hier mit einem top verarbeitetem Pedal zu tun, welches wirklich eine äusserst gute Laufeigenschaft mit sich bringt. Gerade auch jene Drummer, welche die Sliding-Technik benutzen, werden mit diesem Pedal deutliche Vorzüge geniessen können. Praktisch auch die übersichtlichen Einstellmöglichkeiten des Pedals. Hier hat man sich wirklich auf das wichtigste konzentriert und unnötiges wurde einfach weggelassen. Eine detaillierte Beschreibung zum Pedal, Stimm- und Inbusschlüssel liegen ebenfalls bei. Das Jojo Pedal kommt ausserdem in einer schicken Verpackung daher. Von der Verpackung bis zum Produkt durchdacht. Der Preis des Pedals liegt bei ca. UVP 340.- (Erhältlich direkt bei DRUMS ONLY Zürich) CHF bzw. ca. € 229. Sicherlich nicht gerade günstig, zumindest in der Schweiz ist der Preis höher. Aber man bekommt ein wirklich durchdachtes und professionelles Bassdrum Pedal. Es macht aber Sinn, wenn man es für sich testet und dann selber entscheidet, ob man damit spielen kann. Es wird sicherlich nicht jedem Drummer entsprechen.

Weiterführende Links

jojopedal.comjojomayer.comsonor.com

4 Kommentare

  1. 31. Juli 2012 um 19:43 - Kommentar zitierenReply to this comment
    1

    Jetzt setze ich das Pedal seit einigen Wochen intensiv ein. Somit kann ich noch meine persönlichen Erfahrungen damit weitergeben. Das Jojo Pedal macht einen guten Eindruck. Nachdem ich es viel eingesetzt habe, bin ich sehr zufrieden damit. Einzig kleinere Mängel sind störend bzw. mir persönlich aufgefallen. Das Trittpedal hat leichtes Spiel, was auch andere Drummer mir bereits bestätigt haben. Es ist nicht sonderlich schlimm bei mir. Einige der Pedale haben aber ziemlich viel Spiel. Das kann sich dann negativ auf das Spielgefühl auswirken. Die Zugfeder gibt ein bisschen Geräusche von sich. Konnte ich aber sehr gut mit WD-40 Multifunktionsspray beseitigen. (Grundsätzlich ist eine regelmässige Pflege der Pedale usw. nicht unwichtig dazu gibt es auch M4 Funktionsöl oder auch neu Produkte von Agner) Da gibt es auch andere Lösungen, falls es bei einigen zu stark sein sollte. Ansonsten konnte ich bislang keine weiteren Dinge beobachten.

  2. rudi
    30. September 2012 um 22:50 - Kommentar zitierenReply to this comment
    2

    Jojo Mayer Perfect Balance Pedal – das etwas andere Spielgefühl …

    Über die letzten Jahre hinweg war ich ständig auf der Suche nach einem Pedal das alle meine Wünsche im Bezug auf Spielgefühl und Komfort erfüllt.

    Die Reise führte von einer DW 4000 zur Pearl Eliminator weiter zur DW 9000 dann zur Yamaha 9500D wieder zurück zu einer DW 5000AHD. (HeelLess)
    Letztendlich hat die Suche dann aber beim Jojo Pedal ein Ende gefunden.

    Der allererste Eindruck rein Optisch war klasse, doch die ersten Schläge damit waren ziemlich ernüchternd. Nach ca. 20 Minuten probieren und justieren war dann aber doch endgültig klar, dass das Perfect Balance Pedal das geschafft hatte wonach ich solange gesucht habe.

    Das Pedal ist extrem schnell, hat genügend Zug nach vorne und folgt jeder noch so kleinen Bewegung des Fußes sofort. Es ist, wie der Name schon sagt, extrem gut ausbalanciert.
    Zusätzlich ist super Bequem da das Fersenteil schön verlaufend nach unten geht, ohne eine hohe scharfe Kannte alà DW, die bei langen Gigs wirklich extrem unangenehm werden kann.

    Seit dem ich das Jojo Pedal habe, stehen meine anderen Pedale eigentlich nur noch im Regal, die einzige Ausnahme sind Gigs mit 18″ Bassdrum. Da ist mit das Jojo Pedal vom Anschlagpunkt doch zu hoch. Sofern mann keinen Riser bei seiner 18″er hat.

    Mein Tipp:
    Sofern möglich selbst ausprobieren, nehmt euch aber die Zeit und lasst euch von dem ersten Eindruck nicht zu sehr in die Irre führen.

    Ich würds mir sofort wieder kaufen!

    LG rudi

  3. 1. Oktober 2012 um 17:26 - Kommentar zitierenReply to this comment
    3

    @rudi: Danke für deinen Kommentar. Stimme dir vollkommen zu. Man muss sich auch hier mit den Einstellungen befassen, jedoch findet man doch schneller eine geeignete Einstellung, als bei anderen Pedalen. Da man hier wirklich auf unnötige Einstellungen verzichtet hat.

  4. 8. Juli 2014 um 23:49 - Kommentar zitierenReply to this comment
    4

    In letzter Zeit hatte ich das Problem, dass das Pedal beim Spielen zusamengeklappt ist. Das ist ziemlich fatal. Obwohl da alles festgezogen war. Keine Ahnung weshalb das passiert?!

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