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Testbericht H-Box Snare Cajon Set

Berichte 21. September 2009 - 19:41 UHR 2 Kommentare
Vom Musikverlag Hage Shop wurde uns freundlicherweise eines dieser neuen H Box Snare Cajon Set’s zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um ein Cajon Setup, welches gemeinsam mit dem Cajonspieler Martin Röttger, realisiert wurde. Ein komplettes Set für den Cajon Einsteiger, mit CD, DVD, Lehrbuch sowie einem hochwertigem Cajon. Wir haben das Set für Euch getestet und speziell auch das Cajon, die H-Box, genauer unter die Lupe genommen. Zudem haben wir auch gleich ein Interview mit Martin Röttger geführt, wo wir noch weiteres über die H-Box Snare Cajon erfahren haben.

H Box Snare Cajon Set

Das Cajon erlangte in den letzten Jahren immer wie mehr an Popularität. Bei vielen Schlagzeugern gehört es nun schon fix zum Setup und immer wie mehr sieht man diese kleine Kiste auf den Bühnen. Der Einsatz dieser kleinen Groove Kiste ist unbegrenzt. Einer der dafür sorgte, dass das Cajon so populär wurde, ist der deutsche Cajonspieler Martin Röttger. Als einer der ersten setze er das Cajon als ein vollwertiges Schlagzeug Ersatz ein. Gemeinsam mit dem Musikverlag HAGE entwickelte er nun dieses ultimative Einsteigerset für den anspruchsvollen Einsteiger. Wobei hier schon mal angemerkt sein darf, dass sich auch Fortgeschrittene und Profis an diesem Cajon erfreuen werden. Das H-Box Snare Cajon Set bietet alles was man für den Einstieg braucht. Ein Lehrbuch, mit welchem man den schnellen Einstieg in das Cajonspiel erlangt, eine CD mit Hörbeispielen, eine ausführliche DVD mit Erklärungen sowie ein erstklassiges Cajon.

Erstmal wollen Wir uns mal das Lehrbuch näher anschauen. „Cajon Schule – Der schnelle und leichte Einsteig ins Cajonspiel“ so nennt sich die Schule. Am Anfang, findet man ein Vorwort von Martin Röttger persönlich, sowie Grundlagen zum Cajon, Entstehungsgeschichte sowie Modifikation’s Möglichkeiten des Cajons. Weiter gibt es Informationen zu den Cajongrössen, zur richtigen Haltung beim Cajon sowie zur Schlagfläche, dies alles immer mit guter Bildokumentation. Ausführlich werden auch die vier Schlagtechniken (Tone, Bass, Tip sowie Slap) vorgestellt und erklärt, immer auch mit Bildern der Hauptschlagflächen der Hand. Ebenfalls kommt ein spezielles neues einlinige Notensystem mit vier verschiedenen Notenköpfen zum Einsatz. Dieses Notensystem wird erklärt und ein schneller Lernerfolg ist hier garantiert, da es ein gut durchdachtes, nachvollziehbares sowie einfaches System ist. Nach dieser Einführung und Erläuterungen, geht es dann auch schon los mit den unterschiedlichsten Grooves, welche man auf dem Cajon umsetzen kann. Zu den jeweiligen Stilen bzw., wie Slow Rock, Fast Rock, Country, Pop, House, HipHop, Bossa Nova, New Orleans, Rumba, Samba, Swing, Blues sowie Funk gibt es auch kurz was geschichtliches zu lesen, woher der Stil kommt, wie er entstanden ist usw.! Man findet jeweils Einfache Grooves sowie Erweiterte Grooves. Hier werden die Einfache Grooves einfach erweitert und weitere Spielweisen erklärt und vorgestellt. Das letzte Kapitel behandelt noch Durchlaufende Grooves. Eine anspruchsvoller Spielweise auf dem Cajon, wo mit zusätzlichen Tips die Pausen gefüllt werden. Ein gut durchdachtes Lehrbuch hat hier jeder Cajon Anfänger zur Hand, welches gut aufgebaut ist und einen schnellen Einstieg in die Cajon Welt garantiert.

Ebenfalls liegt dem Lehrbuch eine CD sowie eine DVD bei. Auf der CD findet man jeweils ein Playback mit Cajon und einmal ohne Cajon zum mitspielen. Zu jedem Stil gibt es ein Playback Beispiel. Die DVD wiederum veranschaulicht das ganze nochmals und gibt einen noch besseren Einblick in die Spielweise des Cajons. Martin Röttger erklärt die einzelnen Schlagtechniken, dass spezielle Notensystem, sowie die Grooves, welche im Buch vorhanden sind und auch auf der DVD gespielt werden.

Näher betrachten wollen wir nun das Cajon H-Box Snare Cajon. Das Cajon kommt mit einer Masse von 29 x 30 x 49 cm sowie einem Gewicht von 3,9 kg daher und wird aus Birkenholz gefertigt. Diese wurde unten geleimt und an der Oberfläche verschraubt. Der Korpus besteht aus 8 Lagen Birkenholz. Im Inneren wurden je zwei Snareteppiche, mit 20 Spiralen, angebracht. Die Sitzfläche wurde angeraut um einen optimalen Halt zu garantieren. Und damit das Cajon beim Spielen nicht verrutscht, hat es noch rutschfeste Füsse an der Unterseite. Erhältlich ist das Cajon mit schwarzem oder schwarz rotem Schriftzug.

H Box Snare Cajon

Auffallend bei diesem Cajon ist schon mal die hochwertige Verarbeitung. Gerade bei Anfänger Cajons besteht oftmals die Gefahr von schlechter Verarbeitung sowie schlechtem Sound. Die H Box sticht hier hörbar aus der Masse heraus. Wie Geschäftsführer Helmut Hage auch mitteilte, war es wichtig bei diesem Set, dem motivierten Cajon Anfänger ein hochwertiges Instrument anzubieten. Denn die Freude am Instrument ist wichtig, damit man auch motiviert ist beim üben. Der Sound sowie Verarbeitung musste stimmen, so das einem motiviertem üben nichts mehr im Wege stehen sollte.

Schon beim ersten anschlagen dieses Cajons, merkt man, dass ist nicht nur ein Instrument für Anfänger. Ein kräftiger satter und warmer Bass sowie ein knackigere Snaresound, sind die Markenzeichen dieses Cajon’s. Auch nur bei leichtem Anschlag entfaltet sich der Sound dieses Cajon’s und überzeugt in den unterschiedlichsten Dynamikstufen. Bedingt durch die Bauweise, konnte man den Bass und Snaresound optimal voneinander trennen. Dies macht dieses Cajon zu etwas ganz besonderem. Denn durch diese klare Trennung von Bass und Snare erreicht man einen realistischen Sound eines Schlagzeugs, wenn auch natürlich leiser. Mit der richtigen Mikrofon Abnahme, kann man das Cajon schnell und einfach verstärken.

Mitgeliefert wird übrigens auch eine Cajon Tasche, für den optimalen Schutz des Cajon’s. Diese ist wasserabweisend, gefüttert, aus reissfestem Nylon, hat ein Seitenfach, Tragebänder sowie einen Rucksacktragegurt.

Alles was im Set enthalten ist, kann selbstverständlich auch einzeln erworben werden. Das Setup kostet 199€, das Cajon alleine 159€, die Cajon Tasche 45€ und die Cajon Schule (mit CD & DVD) 24,90€ und ist erhältlich direkt beim HAGE Musikverlag Shop. Im Set kostet das ganze 199€! Für die Schweiz wird das Setup durch Musica Viva AG vertrieben.

Mit diesem Setup hat man als Cajon Anfänger sicherlich ein hochwertiges Instrument zur Hand und wird viel Freude damit haben. Doch auch Fortgeschrittene und Profis werden sich besonders am druckvollem Sound und der klaren Trennung von Bass und Snaresound erfreuen.

Weiterführende Links
Martin Röttger Website
HAGE Musikverlag und Bestellmöglichkeit des Sets



Interview Martin Röttger

JDW: Martin wie kam es zu diesem H-Box Cajon Set? Wie kam die Idee dazu?
Martin Röttger: Die Idee für das H-Box Set war mir schon vor längerer Zeit gekommen.
Ein Bandel zu machen, wo der Cajoneinsteiger einfach alles bekommt was er braucht, um schnell loslegen zu können. Es sollte auch nicht zu teuer sein. Wobei ich nicht auf Qualität verzichten wollte. Das denke ich ist gelungen.

JDW: Das Cajon ist ja weit mehr als nur ein Einsteiger Cajon. Setzt du es persönlich auch ein bei deinen Konzerten?
MR: Sicherlich nutze ich die H-Box auch bei Konzerten. Sie eignet sich hervorragend für den Live Einsatz, dank Ihrer guten Durchsetzungsfähigkeit und der guten Trennung zwischen Bass und Tone (Snare Sound).

JDW: Darf man eigentlich erfahren wo dieses Cajon hergestellt wird?
MR: Das Cajon ist 100% Made in Germany und wurde von einem namhaften Hersteller produziert. Ich denke wer mich kennt, weiss wovon ich rede. Wenn es um Cajon geht, arbeite ich mit diesem Hersteller zum einem wegen seiner Top Instrumente zusammen. Zum anderen ist mir diese Firma im laufe der Jahre wegen seiner tollen und menschlichen Zusammenarbeit richtig ans Herz gewachsen.

JDW: Was war für dich persönlich wichtig bei diesem Setup, welches ja auch deinen Namen trägt?
MR: Wie oben schon erwähnt, ist es mir wichtig ein Cajon zu spielen, wo Bass und Snare Sound getrennt sind. Ohne ein großes Können vorauszusetzen, sollte die Ansprache des Snaresounds (Tone) leicht von der Hand gehen. Ein warmer voller Bass versteht sich von selbst. Das Innenleben der H-Box ist bewusst schlicht gehalten. Soll heißen, mit 2 Snareteppichen versehen. Es wäre sicherlich möglich gewesen hier viele Experimente zu machen. Dies haben wir bewusst vermieden, um ein einfaches und gutklingendes Cajon zu verkaufen. Der Spieler muss nicht lange am Sound basteln, um ein Optimum im Bezug auf den Klang zu erreichen.

JDW: Du warst ja einer der ersten welcher mit einem Cajon Konzerte gegeben hat bzw. für die Popularität dieses Instrumentes gesorgt hast. Hättest du jemals gedacht, dass dieses Instrument so populär wird?
MR: Sicherlich war ich nicht der erste Cajonspieler. Ich war einer der ersten, die das Cajon aus dem Blickwinkel eines Drummers gesehen haben. Dies ist nun fast 12 Jahre her. Damals war ich sicherlich ein Exot. Niemals hätte ich gedacht, dass diese Idee soviel Anklang findet. Heute sehe ich immer mehr Menschen mit einem Cajon. Auch wenn es einige nur als Möbel nutzen, zeigt es doch, wie groß die Einsatzmöglichkeiten sind. Da bin auch ich auch nur ein kleines Licht.

JDW: Gibt es typische Fehler, welche man als Anfänger macht beim Cajon spielen?
MR: Ich denke manchmal ob es in diesem Zusammenhang überhaupt Fehler gibt. Da dieses Instrument recht jung ist, gibt es sicherlich viele Möglichkeiten es zu bedienen. Wer da nun sagt, das ist so aber falsch, täuscht sich meiner Meinung nach. Es gibt wohl nur eine Sache die mir auffällt. Viele schlagen am Anfang zu doll drauf. Das geht in die Hände und die Cajon klingt dann auch nicht sonderlich gut. Auch wenn ich wohl auch eher zu den lauten Spielern gezählt werde, liegt das eher an meiner Technik als an meiner Kraft. Nur mit Kraft hält man keine 2 Stunden Show durch. Wichtig ist wohl auch die Körperhaltung. Man sollte darauf achten, das der Rücken gerade ist. Soll heißen beim Üben nicht immer auf die Hände schauen.

Ein kleiner Tipp: Übt vor einem Spiegel und beobachtet dabei eure Hände im Spiegel. So gewöhnt ihr euch gleich die richtige Sitzhaltung an.

JDW: Wie bist du eigentlich zum Cajon gekommen, seit wann spielst du mittlerweile und welches Setup setzt du hauptsächlich ein?
MR: Das war eher ein Zufall. Ich spielte auf einem Jazzfestival vor 12 Jahren. Nach mir machte eine Flamenco Band Soundcheck. Da sah und hörte ich das Cajon zum ersten mal.
Wie es wohl den meisten geht, fand ich es toll was da raus kam. Es war wie Bass Drum, Snare und Hocker in einem. Das haute mich vom Hocker. Heute spiele ich verschiedene Setups. Mal Cajon alleine, Mal mit Snare und HiHat, Becken und Stump Box. Oder halt auch mal mit Side Kick und Heckstick (Neuheiten von der Firma Schlagwerk-Percussion). Das hängt ganz davon ab, mit wem ich spiele und welche Stilrichtung abgefragt ist.

JDW: Wie bist du eigentlich zum Cajon gekommen, seit wann spielst du mittlerweile und welches Setup setzt du hauptsächlich ein?
MR: Das war eher ein Zufall. Ich spielte auf einem Jazzfestival vor 12 Jahren. Nach mir machte eine Flamenco Band Soundcheck. Da sah und hörte ich das Cajon zum erst mal.
Wie es wohl den meisten geht, fand ich es toll was da raus kam. Es war wie Bass Drum, Snare und Hocker in einem. Das haute mich vom Hocker. Heute spiele ich verschiedene Setups. Mal Cajon alleine, Mal mit Snare und HiHat, Becken und Stump Box. Oder halt auch mal mit Side Kick und Heckstick (Neuheiten von Schlagwerk). Das hängt ganz davon ab, mit wem ich was spiele. Es gibt für mich nicht das Setup. Dazu kommt noch, dass sich mein Geschmack in Punkte Sound und Optik immer verändert. Was ich gestern nutzte, kann morgen schon anders sein. Das einzige, was immer dabei ist bleibt die Cajon.

JDW: Gibt es noch “Special Tricks” von dir, welche du Cajonspieler mit auf den Weg geben kannst?
MR: Ich denke, da gibt es bestimmt das eine oder andere. Dies müsste ich aber zeigen. Viel zu diesem Thema findet man auch in meinen Lehrbüchern. Eine Sache die immer wichtiger wird, ist die Mikrofonierung. Ich würde die Cajon immer mit 2 Mirkos abnehmen, um eine gute Trennung zwischen Bass und Tone zu erhalten. Für den Bass-Sound nutze ich von . Beyerdynamik das Opus 87 Mikro. Für den Snare Sound eine Grenzflächen Mikrofon. Dieses liegt genau vor der Cajon. Sollten Bass Rückkopplungen auftreten einfach 125 Herz aus dem Pult ziehen, dass ist die Nervfrequenz der Cajons.

JDW: Danke Martin für dieses Gespräch und viel Erfolg weiterhin mit dem Cajon.

Martin Röttger gibt am 12.12.2009 einen Workshop an der Swiss Drum Academy

2 Kommentare

  1. 21. September 2009 um 21:21 - Kommentar zitierenReply to this comment
    1

    :-) … den Testbericht hättest du direkt von mir haben können. Alles da.

  2. 21. September 2009 um 21:24 - Kommentar zitierenReply to this comment
    2

    Na ja ich teste auch noch gerne diverse Sachen ;) !! Danke dir aber. Hoffe doch aber, dass der Testbericht gefällt? So etwas ist für jazzdrummerworld.com immer wieder interessant…. Da ich auch immer wieder viele Anfrage bekommen, welches Cajon empfehlenswert ist und was es da gibt. Will aber sicherlich keine Konkurrenz zu cajonmania.de sein ;) … das überlasse ich dir, aber so ab und zu etwas über Cajons schreiben, muss einfach sein… Ich liebe dieses Instrument!

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