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Testbericht Diril Cymbals Jazz Serie

Berichte 17. August 2011 - 10:11 UHR 1 Kommentar
Der türkische Hersteller Diril Cymbals fertigt Becken auf einem hohem Niveau und wir haben vom deutschen Vertrieb rb-Distribution aus Bottrop einmal die Jazz Serie zum testen zur Verfügung gestellt bekommen.

Diril Cymbals Jazz Serie

Der Name Diril Cymbals ist wohl noch nicht so geläufig unter Drummern. Der türkische Hersteller fertigte bislang Cymbals für Paiste oder auch Meinl. 2008 begann die Firma unter eigenem Namen Cymbals zu produzieren. Mittlerweile findet man doch eine beachtliche Zahl an verschiedenen Cymbals im Sortiment, für die unterschiedlichsten Stile. Wir wollten uns einmal die Jazz Cymbals von Diril genauer anschauen und haben dazu jeweils ein 13″ Hi-Hat, 8″ Splash, 16″ sowie 17″ Crash Cymbal, 20″ Ride, ein 18″ Flat Ride und ein 16″ China Cymbal zugeschickt bekommen. Die Becken kommen in einem Brilliant Finish daher.

Wie man es von türkischen Cymbal Herstellern kennt, werden auch diese Becken nach einer türkischen Tradition hergestellt. Was konkret heisst, dass die Becken von Hand gegossen, gehämmert und abgedreht werden. Somit bekommt man hier als Drummer echte Handwerkskunst geliefert. Das wird auch schnell einmal ersichtlich und vor allem auch hörbar. Die Jazz Cymbals sind eher dünn, weisen ein flaches Profil auf und haben leichte Hämmerungs Merkmale. Auch die Kuppen sind eher klein, was bei Jazz Becken öfters der Fall ist. Da die Becken ziemlich dünn sind, entfalten diese, auch mit der Hand angespielt, einen schönen vollen und warmen Sound. Besonders die Crash Becken sind dafür bestens geeignet.

Fangen wir einmal mit dem wichtigstem Cymbal einer Jazz Serie an. Das wäre das 20″ Ride. Dieses Becken spricht schnell an und hat einen schönen Ping Sound, welches von einem Grundrauschen begleitet wird. Man kann das Becken auch sehr gut als Crash einsetzen bzw. es entfaltet auch einen interessanten Crash Sound. Das Ride hat einen sauberen Klang mit viel Wärme und einem klar definierten Sticksound. Ansonsten ist es ein ideales Jazz Ride, welches sich in einem Jazz Kontext bestens entfalten kann.

Mit dem 13″ Hi-Hat hat man ein weiteres Becken geschaffen, welches sich bestens für Jazz Stile eignet. Der Sound der Hi-Hat ist sehr klar mit einem sauberen Klang. Mehr Wärme im Sound erreicht man, wenn die Becken nicht ganz geschlossen sind, wobei sich hier auch ein angenehmes Rauschen in den Sound mit einfügt. Die Hi-Hat spielt sich angenehm und erfüllt jegliche Jazz Anforderungen. Man kann es aber durchaus in anderen Stilen gut einsetzen.

Die beiden Crash Cymbals 16″ und 17″ unterscheiden sich schon trotz 1″ Unterschied deutlich voneinander. Schöne, weiche und warme Crash Sounds verbunden mit einem dunklem Rauschen. Wie schon erwähnt, sprechen diese Cymbals, dadurch das diese doch sehr dünn sind, sehr schnell an. Das 16″ hat eine schnellere Ansprache und erfüllt die Anforderung an ein Crash Becken. Das 17″ kommt weicher daher, hat aber dennoch genug Crash Eigenschaften. Die Cymbals lassen sich auch hervorragend mit den Händen anspielen, was gerade Percussionisten und auch Cajon Spieler erfreuen wird.

Das 8″ Splash Cymbal aus der Jazz Serie fügt sich nahtlos in diese Jazz Serie mit ein. Es ergänzt die Jazz Serie um ein interessantes Effekt Becken und kann vielseitig eingesetzt werden. So auch umgedreht auf einem anderen Cymbal. Auch hier wird ein leichtes Rauschen erzeugt was noch von einem leichten Gong Sound begleitet wird. Ansonsten ist es ein schnell ansprechendes Splash Cymbal mit einem spritzigen Sound. Das Splash Becken ist eher dicker, nicht so dünn wie andere Splash Becken und daher bringt es mehr Wärme und einen tieferen Sound mit sich.

Interessant ist auch das 16″ China Becken von Diril. Es erzeugt einen schönen Effekt mit einem flächigen sowie typischen China Sound. Mit 16″, je nach Spielweise, ein richtig lautes Becken. Leichter angespielt wird ebenfalls ein interessanter flächiger Sound erzeugt.

Äusserst interessant und überzeugend kommt das 18″ Flat Ride daher. Gerade für Jazz ein perfektes Becken mit einem schönen Ping Sound, welches weich und voll daherkommt. Bei Ride Patterns, kann man so schön einen flächigen Sound erzeugen. Der Sticksound kommt hier vollends zur Geltung.

Fazit

Die Diril Jazz Serie Cymbals sind eine durchaus interessante Serie für Jazzschlagzeuger. Hauptmerkmale sind sicherlich das Grundrauschen, welches jedes Becken mehr oder weniger mit sich bringt. Die schnelle Ansprache und die deutliche Wärme im Sound überzeugt. Gerade für ein Jazztrio sind diese Cymbals bestens geeignet. Aber man kann diese Serie durchaus in anderen Stilen einsetzen. Gerade dort wo auch dynamisches Spielen gefragt ist, ist man mit dieser Serie bestens bedient. Cymbals mit Charakter und Sounds auf höchstem Niveau. Das ganze gibt es noch zu einem guten Preis Leistungs Verhältnis.

Weitere Informationen findet man unter dirilcymbals.de oder auch unter dirilcymbals.com.

1 Kommentare

  1. Wolfram Plessing
    22. November 2012 um 09:02 - Kommentar zitierenReply to this comment
    1

    Was mir fehlt, ist analog zu meiner Kritik am Masterwork Verve Beckentests, auch hier im speziellen die Angaben zu den einzelnen Gewichten der Becken und der Hi-Hat. Wir Jazzer wissen doch, dass z.B. ein Ride-Becken grösser 2.500g eher ungeeignet ist, da es sich physikalisch kaum (an)crashen lässt! Auch ein filigranes Besenspiel wird auf einem „Schwergewicht“ wohl kaum möglich sein. Das Thema Soundlevel könnte man doch schön auf mehreren Skalen visualisieren, also Tone: dark/bright, Sustain: dry/long, Volume: low/middle/high. Murat Diril macht dies meiner Meinung nach wirklich gut in seinem Katalog zur Vorstellung der einzelnen Serien (vorbeischauen lohnt sich). Somit ist Euer Testbericht für mich irgendwie halbgar, weil mir wichtige Informationen fehlen. Das Youtube Video hingegen ist toll!

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